Montag, 4. April 2011

Von Einzelschicksalen und beendeten Karrieren

Das der Becherwurf vom Millerntor absolut nicht zu akzeptieren ist und das folgende Strafen unumgänglich sind, ist klar, oder? Da sind wir sicher einer Meinung. Auf die Idee, diese Tat jetzt aber damit zu rechtfertigen, das es ein Pauli Fan war, und die doch eh anders sind als andere, ist noch keiner ernsthaft gekommen. Zum Glück. Trotzdem kann man zurzeit überall was über die Paulianer Fan-Kultur lesen. Ich bin eigentlich ein Pauli Sympathisant. Diese Sympathien haben das Spiel am Freitag allerdings nicht überlebt, zumindest nicht komplett. Der Becherwurf war dafür nicht der springende Punkt. Wie sich die Pauli Fans gegeben haben, fand ich sehr eigen, keinesfalls positiv. Zu singen "Meister wird nur der BVB!" ist wohl die Spitze Lächerlichkeit. Ich denke da brauche ich nicht mehr zu zusagen. Wie unpassend diese Gesänge waren, erklärt sich doch wohl von selbst. Ich habe auch nicht alles mitbekommen, was sich am Millerntor zugetragen hat. In Interviews nach dem Spiel wurde allerdings deutlich, das während der kompletten zweiten Halbzeit Sachen auf den Platz geschmissen wurden. Jetzt ist natürlich die Frage, ob das in anderen Stadien anders ist. Kommt das in Pauli oft vor, öfter als  in anderen Stadien? lch bin einfach zu wenig in Stadien unterwegs um das letztendlich zu beantworten. Habt ihr da Erfahrungen gemacht? Dann ab in die Kommentare damit.

Der Tatsache, das auch in anderen Stadien Gegenstände mal den Weg auf das Spielfeld finden, bin ich mir natürlich bewusst. Nicht umsonst hängt vor der Schalker Nordkurve ein Fangnetz. Auch kennt man ja die ganzen Vorfälle, die durch fliegende Gegenstände ausgelöst wurden. Spontan fällt mir da die Kahn-Golfball Geschichte ein. Wer erinnert sich nicht an die Bilder, als der Blut überströmte Kahn vor den eigenen Fans wütet und von Uli Hoeness zurückgehalten werden musste. Schlimm sowas. Oder Georg Koch, der durch ein, neben seinem Ohr platzenden Böller zum Sport Invaliden wurde. Auch das eine unschöne Geschichte.

Doch worauf ich hinaus will, sind keine Einzelschicksale, sondern die, sich immer wieder wiederholenden Aussetzer vermeintlicher Fans. Ich will nicht sagen, dass die Leute die ihre Feuerzeuge, Becher oder allen anderen Müll aufs Spielfeld schleudern, keine richtigen Fans sind, aber irgendwas muss da ja nicht stimmen. Jedenfalls sollte man erst einmal nachdenken, bevor man so einen groben Unfug macht. Das mögliche Resultat einer solchen Schwachsinns-Aktion könnt ihr hier bei Thomas nachlesen. Das einem während eines Fußballspiel die Nerven schon mal durchgehen, kann ich nur zu gut nachvollziehen, aber dann etwas auf das Spielfeld zu werfen um eine Person zu verletzen ist absolut nicht in Ordnung. Man kann den Schiedsrichter anbrüllen, wenn man nicht mit seiner Leistung zufrieden ist, aber körperliche Gewalt ist da nicht der richtige Weg. Ich hoffe, das in Zukunft solche Aktionen weniger werden und das niemand mehr verletzt wird durch Aktionen solcher "Vollpfosten", wie Stani sie nannte. Im Grunde wollen wir doch alle nur das eine. Gemeinsam Fußball gucken, und das am liebsten, in Zukunft, ohne irgendwelche Zwischenfälle. Zum Glück wurde der Täter von Freitag gefasst und ich hoffe er wird hart bestraft für seine Tat.

Kommentare:

  1. Sehr treffende Beschreibung der Situation, wie ich finde. Allerdings fliegt bei uns aus der Nordkurve auch eine ganze Menge, wenn entsprechende Sympathieträger im Tor stehen (Weidenfeller etc.).
    Das Netz hängt ja auch nicht ganz umsonst....
    Gruss

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  2. Ja, das habe ich mir schon gedacht. Aber gut, gibt halt immer so bekloppte.

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    nolvadex

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