Mittwoch, 4. Mai 2011

Der (Aber)glaube an sich selbst

So, nun ist es also soweit. Die Knappen treten zum Champions League Rückspiel im Old Trafford an. Als Realist weiß man, dass es vermutlich das letzte Spiel der Blauen im internationalen Wettbewerb sein wird. Als Träumer glaubt man dennoch an die winzige Restchance die Schalke bleibt. Ich zähle mich da eindeutig zur zweiten Gruppe. Ich habe noch den Glauben an ein Weiterkommen, aber wieso sollte ich diesen Glauben auch verlieren? Was bringt mir es ein Fußballspiel anzusehen, ohne den Glauben, ohne die Hoffnung an ein Weiterkommen zu bewahren? Gar nichts. Ich will weiter hoffen, will weiter mitfiebern, die noch fehlenden Tore zählen und nicht die ganze Zeit rummotzen, man habe doch sowieso keine Chance mehr. Nee, brauch ich nicht. Außer vielleicht in der diesjährigen Bundesliga Saison.

Mit Höwedes kehrt die zuletzt vermisste Stabilität in die Abwehr zurück. Das macht Hoffnung. Zudem ist auch der Hunter mit nach Manchester geflogen. Wie da allerdings die Chancen auf einen Einsatz aussehen, kann ich nicht beurteilen. Ob er wohl seine Verletzung schon endgültig auskuriert hat? Ich hatte ihn diese Saison nicht mehr auf dem Platz erwartet. Ich bin aber auch kein Arzt. Warten wir einfach ab.

Ich werde vermutlich die ersten 10 - 15 Minuten verpassen. So war es auch schon im Viertelfinal Hinspiel gegen Inter. Und dieses Spiel wurde bekanntlich zum "Wunder von San Siro". Die Bedingungen zum "Wunder von Old Trafford" sind also gegeben. Ja, ich bin abergläubisch. Es ist zwar ein ziemlicher blöder Aberglaube, ein Spiel zu gewinnen, weil ich den Anfang verpasse, aber es ist ein Aberglaube.

Sollte die Mannschaft es nicht schaffen ins Finale einzuziehen, hoffe ich das die Mannschaft sich wenigstens nett verabschiedet. Ich will keine Wiederholung des Hinspiels. Kein ängstliches auftreten, keine Verunsicherung. Einfach spielen. Es gibt nichts zu verlieren. Bei einer vernichtenden Niederlage, würde wohl lediglich diese im Kopf bleiben, wenn man sich an diese Champions League Saison zurück erinnert. Das wäre verdammt schade.

Kommentare:

  1. Also ich glaube ja, dass selbst bei einer hohen Niederlage immer das Spiel in San Siro in Erinnerung bleiben wird. Zumindest bei uns Fans. Schalke verliert hoch in Old Trafford? Keine Überraschung. Ein 2:5 Sieg beim Titelverteidiger? Das ist und bleibt das Ding der Saison.

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  3. Ja, da magst du recht haben, aber trotzdem hätte für mich schon einen komischen Beigeschmack, wenn man das letzte Spiel extrem hoch verliert. Auch wenn es keine Überraschung wäre. Und für alle Nicht-Schalker wäre das ein super Grund auf dieser Champions League Saison rumzuhacken. Das würde mir dann gar nicht gefallen.

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  4. Ach, denk mal an die Saison 2007/08 zurück. Da hatte man im Viertelfinale auch kaum eine Schnitte und an welches Spiel erinnert man sich immer wieder zurück? Das irre Spiel in Porto.
    An ein Ausscheiden würden sich die Leute nur immer erinnern, wenn es so bitter ist, wie bei Bayern im Finale '99 oder Schalke 2001. So bleibt die Erinnerung, im Halbfinale gewesen zu sein.

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  5. Ja, da hast du wohl recht. Das Spiel in Porto bleibt auch besonders im Kopf wegen der phänomenal Leistung von Manu. Für mich bleibt diese Saison in guter Erinnerung, auch wenn ich froh bin, dass sie bald vorbei ist.

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