Donnerstag, 18. August 2011

Hell-Sinki

Gastblogger II: Arne1904

Während der Hausherr in Griechenland versucht, persönlich den Euro zu retten, scheint Schalke Europa recht egal zu sein. 0:2 verliert man in Helsinki, bei einer Mannschaft, die bei allem Respekt nun nicht unbedingt herausragend ist.

Wenn man eine solche Urlaubsvertretung hier übernimmt, ist so ein Spiel nicht gerade dankbar. Und wahrscheinlich ist es eine goldene Blogger-Regel, aufgrund der Emotionen nicht noch am gleichen Abend den Text zu verfassen. Aber will ich mir den morgigen Tag auch noch versauen, indem ich mich mit dieser Blamage beschäftige? Natürlich nicht.

HJK Helsinki hat uns vor allem eine kämpferische Einstellung voraus gehabt, die eines Spiels im Europapokal angemessen war. Auch wenn auf dem Papier ein jeder Schalker stärker sein sollte als sein Pendant, so konnte dies nur unzureichend auf dem Platz umgesetzt werden. Helsinki hat als Fußballmannschaft gespielt, als Team. Auf Schalker Seite hat die Vielzahl von Fehlpassen und Flanken ins Nichts genau dieses vermissen lassen. Jeder Mannschaftsteil wirkte, wenn überhaupt, auf sich allein gestellt. Zwischen ihnen war eine Bindung nicht auszumachen.

Dennoch hatte Schalke auch mit dieser Einstellung zeitweise einige gefährliche Aktionen im gegnerischen Strafraum zu bieten. Dass diese nicht genutzt wurden, und somit der wichtige Auswärtstreffer ausblieb, kann man für dieses Hinspiel als Gerechtigkeit des Fußballs empfinden, als Strafe für eine alles in allem äußerst pomadige Leistung.

Es bleibt also die Hoffnung auf das Rückspiel. Vielleicht kann ja Raúl was dazu beitragen, wenn möglich. Aber das ist eine andere Baustelle. Ein Ausscheiden gegen diesen Gegner würde das mühsam in der letzten Saison aufgebaute internationale Ansehen fahrlässig gefährden. Es wäre also wünschenswert, wenn unsere Mannschaft nächste Woche zeigt, dass sie genau dies verhindern möchte.

So mag es vielleicht ein wenig nach dem berühmten Phrasenschwein klingen, aber andernfalls wäre ich nach diesem Spiel im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos geblieben...

Hoffe, der nächste Gastblogger hat freudigere Botschaften.

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