Donnerstag, 22. September 2011

Rücktritt - so habe ich es erlebt

Heute, es war so gegen 13 Uhr, ich hatte Mittagspause in der Schule und saß mit einigen Freunden zusammen. Wir unterhielten uns, ein paar erledigten ihre Hausaufgaben, wie das halt so ist. Ein Freund zückte sein Handy und guckte bei Twitter rein. "Ey Max, Rangnick ist zurückgetreten!" Das konnte ich nicht glauben. Wie sollte er das auch tun? "Erzähl doch kein Blödsinn. Auf den Kack hab ich jetzt kein Bock. Lass mich in Ruhe. Muss Mathe abschreiben." Er, ganz empört: "Sollen wir wetten? Guck doch selber nach, wenn du mir nicht glaubst. Da steht irgendwas von Erschöpfungssyndrom" Ok, dachte ich mir, das kann er sich nicht so einfach ausdenken. Also holte mich mein Handy raus und öffnete die offizielle Homepage. Der Aufbau der Seite dauerte ewig, die Verbindung in der Schule ist miserabel, doch dann stand es dort tatsächlich. Diese Meldung sprang mich direkt an. Ich war geschockt. "Fuck, Dennis hat Recht. Erschöpfungssyndrom, ist Burnout, oder? Oh mann. Gute Besserung." Der andere Schalke Fan am Tisch war auch besorgt. "So Mitten in der Saison. Das kann nicht gut sein. Hoffentlich wird der Herr schnell wieder gesund." Ich konnte es irgendwie gar nicht glauben, das kam irgendwie zu plötzlich. Auf einmal ist der Chef-Trainer weg. Aber Fußball ist halt nicht das wichtigste. Die Gesundheit geht vor. Inwiefern es jetzt mit Schalke weiter geht steht noch in den Sternen. Wer übernimmt die Mannschaft? Wie soll es weitergehen mit dem Umbruch? Wie reagiert die Mannschaft? So viele Fragen und Antworten gibt es keine. Gegen Freiburg wird erstmal Seppo Eichkorn auf der Trainerbank sitzen und die Mannschaft betreuen.

Ralf Rangnick hat unser aller Respekt verdient. Dieser Schritt war sicher nicht leicht für ihn, aber er war richtig. An dieser Stelle wünsche ich ihm gute Besserung und eine vollständige Genesung. Vielleicht sieht man sich in ein paar Jahren wieder. 

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