Montag, 5. September 2011

Zurück in die Zukunft

Gastblogger: Arne1904

Man sieht sich im Leben immer zweimal, so sagt es der Volksmund. Im Fußball stimmt dies nicht, da trifft man sich deutlich häufiger.

Zeiten des Wiedersehens sind auch beim FC Schalke momentan mehrfach angesagt.

1. Teemu Pukki

Zuerst hat er uns mit seinen Toren in der Europa League mehrfach erschreckt, nun ist er schon Teil unserer Mannschaft. So schnell kann es gehen. Eigentlich ist über den Finnen dem normalen Beobachter nicht viel mehr bekannt als eben diese drei Tore, die er vor wenigen Wochen noch für HJK Helsinki erzielte. Man mag nun hoffen, dass die Schalker Verantwortlichen ihre Transferentscheidung auf eine breitere Basis gestellt haben als diese drei Tore. Andererseits lassen die finanziellen Konditionen ein überschaubares Risiko in dieser Transaktion erkennen, so dass man auch einfach mal das Beste hoffen kann, ohne sich andernfalls zu sehr grämen zu müssen.

2. Felix Magath

Ja, am kommenden Wochenende geht es gegen den Ex-Trainer, bereits zum zweiten Mal nach seiner Entlassung. Und wenn man so liest und horcht, polarisiert die Causa Magath immer noch viele Fans, werden weiterhin Thesen pro und contra ausgetauscht. Ich jedenfalls bin froh, dass die mit Magath verbundene Unruhe sich dennoch weitestgehend gelegt hat, da sie wieder mal den Blick zu sehr neben den Platz gelenkt hat. Und ich kann nicht verhehlen, dass mir die Last-Minute-Transfers, die Felix diesen Sommer in Wolfsburg getätigt hat (wusste gar nicht, dass der Hleb noch aktiv ist...) sowie der populistische Aktionismus des Mit-Geldstrafen-um-sich-Werfens ein gutes Gefühl geben, dass die Entscheidung gegen Magath nicht die schlechteste gewesen sein muss.

3. Manuel Neuer

Und dann ist da am darauffolgenden Wochenende noch der Torwart. Der Torwart, der aus der Kurve kam und wie kein zweiter Spieler in den letzten Jahren dadurch zu DER Identifikationsfigur für die Fans geworden ist. Doch dieses ist vorbei, Geschichte, Vergangenheit. Weiterentwickeln musste er sich, auf eigenen Füßen stehen. All dieses sei auf Schalke nicht möglich gewesen, so heißt es. Der nächste Level, der logische Schritt, endlich mal bei einem großen Verein. Also eben nicht ein Torwart aus der Kurve, sondern nur ein Fußballprofi, der so austauschbar ist wie viele andere. Eben darum hoffe ich, dass in der Arena gegen Bayern keine besondere Reaktion durch die Fans erfolgt, die doch auf das Besondere der Person Neuer hinweisen würde. Denn diese Besonderheit ist aus meiner Sicht vorbei, mich interessiert stattdessen die Gestaltung der Schalker Zukunft. Und mit der hat ein Teemu Pukki mehr zu tun als ein Manuel Neuer.

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