Dienstag, 8. November 2011

Drittelpause

Gastblogger: Arne1904

Mit dem zwölften Spieltag haben wir nun etwas mehr als ein Drittel der Bundesliga-Saison hinter uns. Da bietet die gefühlt 35. Länderspielpause des Halbjahres die schöne Gelegenheit, mal einen prüfenden Blick auf den bisherigen Verlauf zu werfen.

Blickpunkt Bundesliga:

Nun könnte der kritische Beobachter ja etwas von einem Absturz in der Tabelle am letzten Wochenende mäkeln (von 2 auf 5 !!!). Doch der Punkt in Hannover ist aus meiner Sicht ein Punktgewinn. Nicht nur, weil er nach einem Rückstand erkämpft wurde, sondern auch in Anbetracht der Heimstärke Hannovers (u.a. Siege gegen Bayern, Bremen und den amtierenden Dritten der CL-Gruppe F). Die Schalker Mannschaft lässt sich von Rückschlägen, im Gegensatz zu früheren Zeiten, momentan nicht mehr so leicht aus der Fassung bringen. Dies galt beim Rückstand in Hannover ebenso wie beim Ausgleich Hoffenheims. Wie auch beim hart umkämpften Sieg in Leverkusen habe ich den Eindruck, dass die Mannschaft stets an sich und den möglichen Erfolg glaubt. Allein diese Überzeugung kann bereits ein wichtiger Faktor im weiteren Saisonverlauf sein. Zumal die Balance zwischen Offensive und Defensive besser zu funktionieren scheint als noch zu Saisonbeginn. Durchaus bemerkenswert, wenn man die schwierigen Umstände der zurückliegenden Wochen (Rangnick-Rücktritt) bedenkt. Ich blicke jedenfalls tendenziell eher optimistisch auf die folgenden zwei Drittel der Spielzeit und halte eine Platzierung unter den ersten 4 der Abschlusstabelle für durchaus realistisch. Hoffentlich täusche ich mich da nicht. 


Blickpunkt DFB-Pokal:

Der nationale Pokalwettbewerb war bisher aus Schalker Perspektive reichlich unspektakulär. Sicher, es gab einen Kantersieg im Auftaktspiel, aber gegen einen Siebtligisten ist dies nicht unbedingt eine Heldentat. Und in Karlsruhe tat man sich lange Zeit sehr schwer. Da kann man vielleicht wieder das Sprichwort vom guten Pferd bemühen, das ja nur so hoch springt, wie es muss. Die nächste Hürde wird jedoch um einiges höher sein. Ein Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach war nun sicher kein Traumlos. Die Borussen haben sich unter Lucien Favre enorm entwickelt und mit Marco Reus einen der derzeit besten Spieler der Bundesliga in ihren Reihen. Aus meiner Sicht ein 50:50-Spiel.


Blickpunkt Europa League:

Das 5:0 auf Zypern hat wohl einige Spieler zu sehr in Sicherheit gewogen. Es kam jedenfalls auf Schalke zu einer unerwarteten und am Ende auch fast glücklichen Punkteteilung mit den Zyprioten. Dadurch ist die Gruppenkonstellation unnötig spannend geworden, zumal Steaua nach dem Sieg gegen Maccabi wieder Tuchfühlung hat. Eine Niederlage im nächsten Heimspiel gegen Bukarest wäre sehr unangenehm, da man dann auch den direkten Vergleich gegen die Rumänen verloren hätte und am letzten Spieltag voraussichtlich in Haifa gewinnen müsste. Hätte, wenn und aber, doch dazu muss es ja nicht kommen. Aus meiner Sicht ist Schalke eindeutig stark genug, um sich in dieser Gruppe souverän als Erster durchzusetzen, um dann auf wohlklingende europäische Namen in den weiteren Runden hoffen zu können.






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