Donnerstag, 15. Dezember 2011

Schöner Schlusspunkt

6 Spiele - 4 Siege und 2 Unentschieden. Der erste Schritt der, von mir ausgerufenen, Mission Bukarest, sprich dem Weg zum Finale, ist also geschafft. Die Gruppenphase souverän überstanden und die Gruppe J dominiert. Die Mannschaft wurde den Ansprüchen gerecht.

Schalke startet, wie erwartet, mit einer B-Elf und im 'Tannenbaum-System', also 4-3-2-1. Marica als alleinige Spitze, dahinter Baumi und Draxler und hinter den beiden bekamen Höger, Jurado und Moritz ihre Chance. In der Abwehr gab es keine Überraschungen.

Schalke hatte das Spiel die ganze Zeit über im Griff. Es war kein wirklich gutes, aber auch keinen Fall ein schlechtes Spiel. Man konnte es sich gut angucken. Für mich als Zuschauer hat es Spaß gemacht der Mannschaft zuzuschauen, weil Schalke auch versucht hat sich mit guten Kombinationen und schnellem Passspiel Chancen zu erarbeiten. Langweilig wurde es für den Zuschauer nicht. Da diese Mannschaft so natürlich noch nie zusammen gespielt hat -und es vermutlich auch nie wieder tun wird- hat natürlich nicht alles funktioniert. Der ein oder andere Pass fand das Ziel nicht und es gab auch hier und dort den ein oder anderen Abstimmungsfehler, aber sei's drum. Damit war zu rechnen. An sich, mit Berücksichtigung aller erschwerenden Umstände, hat das Team eine gute Leistung gezeigt.
Baumjohann und in der ersten Halbzeit auch Draxler haben dabei das Heft in die Hand genommen und die Mannschaft geführt. Baumi hat viele gute und öffnende Pässe gespielt und damit oft für Gefahr gesorgt. Draxler, der ja eigentlich auch zu ersten Elf zählt, hat viel Ruhe ins Spiel gebracht und durch Dribblings und gute Pässe für Gefahr gesorgt, wobei er etwas zu verspielt agierte. Viel mit der Hacke rumspielte und vor dem Tor etwas zu lässig die Chancen vergab - dennoch machte er ein gutes Spiel.
Ein weiterer Spieler, der am gestrigen Abend überzeugen konnte, war Ciprian Marica. Er bereitete das erste Tor vor, beziehungsweise erzwang es, und machte das zweite Tor selber. Abgesehen davon konnte er oft Mitspieler in Szene setzen, indem er zur Grundlinie ging und dann den Ball an den 16er zurücklegte. Auch war er die einzige Anspielstation im Sturmzentrum und machte seine Rolle gut. Durch seine Schnelligkeit konnte er viele Bälle erlaufen und verteilte sie im Anschluss. Mann des Abends.

Von Haifa ging an diesem Abend kaum Gefahr aus. Die Israelis waren sehr einfalls- und hilflos, konnten Schalke während des ganzen Spiels nicht in Bedrängnis bringen und sorgten kaum für Gefahr. Dafür, dass dies für Haifa das entscheidende Spiel war hatte ich schon mit mehr gerechnet. Am Ende bekommt die Mannschaft die Quittung für die Leistung und scheidet aus dem Wettbewerb aus, da Bukarest an anderer Stelle mit 3-1 gegen Larnaka gewann.

Es war also ein entspannter, souveräner aber auch genauso verdienter dreinull Sieg der Königsblauen, der einen schönen Schlusspunkt ans Ende der Gruppenphase der Europa League setzt. Das Spiel spiegelt die Leistung der gesamten Gruppenphase an sich eigentlich ganz gut wieder. Souverän und verdient, aber nicht überragend. Nächstes Jahr gehts dann weiter.

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