Freitag, 23. Dezember 2011

Frohe Weihnachten

Das Jahr neigt sich dem Ende. Man lässt die vergangene Saison sacken, kommt etwas runter und sammelt neue Kraft für das nächste nervenaufreibende Jahr mit unserem Verein. Weihnachten steht vor der Tür. Der Fußball ruht zu dieser Zeit allerdings. Man kann sich ganz entspannt dem Weihnachtsfest widmen und es genießen. Die Niederlagen sind vergessen und auch das Ausscheiden im DFB-Pokal ist nebensächlich. Es wird einfach nur gefeiert. Ob Heiligabend oder Silvester, ob mit der ganzen Familie oder nur zu zweit. Da hat der König Fußball nichts zu suchen. Da steht die Familie im Mittelpunkt. Auch ich werde Heiligabend mit der Familie feiern und im Anschluss vom 26 Dezember bis 2 Januar im Urlaub sein.

Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich aus diesem Jahr. Ich danke all meinen Lesern für diese erfolgreiche Jahr. Es war das erste komplette Jahr für mich und dieses Blog. Das Bloggen macht mir richtig Spaß. Die vielen Leser und Kommentare lassen das ganze erst rund werden. Danke dafür! Nächstes Jahr geht's hier dann -hoffentlich genauso erfolgreich- weiter.

Ich wünsche allen Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Eine Rute für Jermaine Jones?

Gastblogger: Arne1904

Man braucht nicht lange um den heißen Brei herum reden, es war ein unangenehmer Schalker Abend im Borussia-Park. Über eine Stunde wirkte die Mannschaft sehr konzeptlos und uninspiriert, erst nach dem Anschlusstreffer durch Julian Draxler konnte Druck auf das Gladbacher Tor erzeugt werden. Dass somit das Weiterkommen der Borussia verdient war, ist eindeutig.

Ebenso traurig war leider auch die Szene von Jermaine Jones in der Anfangsphase des Spiels. Im Zuge einer allgemeinen Spielerdiskussion nach einem Foul lief Jones um Reus herum und stieg ihm dann auf den Fuß. Und zwar auf den Fuß mit dem verletzten Zeh. Stellt sich die Frage: Absicht oder nicht? Plant ein Jermaine Jones vor einem Spiel, in einer unübersichtlichen Situation diesen Fuß von Reus anzusteuern? Denkt er beim Shakehands vor dem Spiel mit Reus wirklich daran: "Dich schnappe ich mir gleich noch!"? Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung ist der Fall klar: Jones ist, auch unabhängig vom gestrigen Spiel, ein übler Bösewicht, da kann kein Zweifel bestehen, so der allgemeine Tenor.

Daran, dass eine solche Haltung ihm gegenüber existiert, ist Jones nicht unschuldig. Es vergeht kaum ein Spiel, wo er ohne gelbe Karte auskommt. Oftmals steht er am Rande eines Platzverweises, kann dann aber seine Grenzen noch rechtzeitig erkennen. Er dürfte die Art Spieler sein, für die der Begriff des "aggressive leaders" erfunden wurde. Eine Ähnlichkeit zu Mark van Bommel ist nicht abzustreiten, und dessen Sympathiewerte außerhalb des eigenen Vereins waren zu Bundesligazeiten ja ähnlich. Grundsätzlich schätze ich diese Eigenschaften eines Spielers, da sie aus meiner Sicht für eine Mannschaft, insbesondere in engen Situation, ein wichtiges Kapital sein können. Werden sie jedoch überreizt, schaden sie der Mannschaft. Und zielen sie absichtlich auf eine Herbeiführung von Verletzungen, sollten sie geahndet werden. Und dabei ist es für mich völlig unbedeutend, ob dies irgendeinen Spieler betrifft, oder den Spieler des eigenen Vereins.

Ob Jones nun allerdings in dieser Absicht gehandelt hat, ist jedoch eine Frage, die in aller Regel nur er allein wird beantworten können. Was der DFB daraus dann macht, bleibt offen....


Dieser Eindruck bleibt

Der Grund dafür, dass dieser Blogbeitrag erst heute morgen und nicht -wie üblich- gestern Abend entstand, ist meine Wut. Hätte ich gestern direkt nach dem Spiel losgeschrieben hätte ich vermutlich so auf die Tastatur eingehämmert, dass diese das nicht überlebt hätte. So wütend war ich. Deshalb erst jetzt. Um eines klarzustellen: Meine Wut richtete sich nicht auf die Schalker, sondern auf den Schiedsrichter und einige Gladbacher.

So, jetzt aber los. Die erste Halbzeit war traurig anzusehen. Schalke war taktisch komplett unterlegen und scheinbar überrascht vom frühen Pressing der Gladbacher. Schalke stand hinten zwar recht sicher, schaffte es aber nicht vorne für Gefahr zu sorgen. Das Gegentor war dann ein Produkt vieler unglücklicher Aktionen der Schalker Abwehr. Fuchs kommt zu spät, Papa klärt den Ball zu kurz und dann kommt Arango und setzt den Ball neben den linken Pfosten. Unnerstall war machtlos.
Auch im Anschluss bekam Schalke das Spiel nicht in den Griff. Der Spielaufbau bestand daraus, dass meist Papa oder Jones den Ball nach vorne wegdreschen und die Stürmer meist auf sich allein gestellt waren. Das konnte nicht funktionieren und so war die erste Hälfte sehr einseitig und die Führung der Gladbacher ging wohl in Ordnung, ging aber auch in dieser Höhe in Ordnung, denn wirklich gefährlich vor dem Tor waren die Gladbacher nicht.

In der zweiten Halbzeit kam dann Wolfgang Stark zu seinem großen Auftritt, der einen Wutanfall meinerseits auslöste. Huntelaar schlägt eine Flanke, die in der Luft im Aus war. Der Assistent sieht das und der Schiedsrichter pfeift. So weit so gut. Die Flanke hatte in der Mitte auch keine Gefahr ausgelöst. Der Hunter zeigte dem Assistenten den Vogel und bekam dafür gelb. Soweit ok. Diese gelbe Karte beklatschte er dann höhnisch. Das war natürlich nicht sonderlich clever, aber dafür die zweite gelbe, also dann die gelb-rote Karte zu zeigen ist regeltechnisch sicher vertretbar, aber meiner Meinung nach, völlig überzogen. Die Schiedsrichter sollen mit Fingerspitzengefühl agieren. Wolfgang Stark hat in dieser Situation bewiesen, dass er das nicht kann. Ein guter Schiedsrichter hätte den Spieler zurecht gewiesen und die Situation beruhigt. Ein schlechter Schiedsrichter zeigt dem Spieler gelb-rot und beeinflusste das Spiel damit bedeutend.

Im Anschluss wirkte Schalke etwas geschockt. 10 Minuten später nutze Gladbach die Situation und ging mit zweinull in Front. Das Spiel schien gelaufen. Das Tor geht natürlich zu Teilen auf Unnerstalls Kappe. Der Ball ist langsam und kommt aus knapp 20 Metern. Er hätte springen können, vielleicht sogar noch einen Schritt machen und dann er zum Ball hechten. Vielleicht hätte er ihn dann gehalten. Vielleicht. Einen großen Vorwurf mache ich ihm nicht. Er hat bislang nur starke Spiele gemacht und irgendwann musste er mal einen Fehler machen. Dabei ist es sehr ärgerlich, dass es gerade in diesem Spiel passierte.
In der 70. fiel dann etwas unerwartet das 2-1. Ter Stegen kann den Ball nicht festhalten und Draxler macht das Tor - technisch hervorragend. Danach fand Schalke zum ersten Mal richtig ins Spiel. Der Kampf um den Ausgleich begann, die Fans liefen zur Höchstform auf und auch ich hatte zum ersten mal wieder Hoffnung. Angriff auf Angriff rollte auf die Gladbacher zu, die inzwischen den Faden verloren hatten. Also so wirklich wirklich gefährlich wurde es dennoch nicht. Wenn mal etwas Gefahr aufkam, dann nur durch Zufälle und Unstimmigkeiten in der Abwehr der Gladbacher.
Mit dem 3-1 war meine Hoffnung dann wieder begraben und the cat was in the sac. Die Sache war durch. Schade. Die rote Karte für Jones war dann nur ein weiterer Witz, der allerdings nur ein weiterer kleiner Teil, der total verkorksten Schiedsrichter Leistung, darstellte. De Camargo reißt Jones an sich und fällt dann hin, wie vom Blitz getroffen. Albern und unnötig.

Nach dem Spiel machte in den Fernseher direkt aus. Das letzte, was ich sah, war Papadopoulos, der total außer sich war und von Seppo Eichkorn in die Kabine begleitet wurde.

Schalke ist ausgeschieden und es war verdient. Die Leistung des Schiedsrichters hatte zwar Einfluss auf das Spiel, dennoch glaube ich, dass auch mit dem Hünter Schalke verloren hätte. Die taktische Unterlegenheit war einfach zu groß. Man konnte sich gegen diese Gladbacher nicht wehren. Sie waren präsenter, aggressiver, wacher und unterm Strich einfach besser.

PS.: Wie unnötig es von Marco Reus war den Ball zum 3-1 auf diese Weise reinzumachen muss ich nicht nochmal erwähnen, oder? Gut. Den Gladbacher scheint der Erfolg zu Kopfe gestiegen zusein. Sie haben gestern bei mir einen ganz schlechten Eindruck hinterlassen. Das werde ich mir merken. Vor dem Spiel fand ich die Gladbacher immer recht sympathisch. Das hat sich jetzt definitiv geändert.

Montag, 19. Dezember 2011

Alles hat einen Anfang

Kurzfristig habe ich entschieden am Samstag noch ins Stadion zu fahren, beziehungsweise mich um Karten zu kümmern. Gesagt - getan. Donnerstagabend hatte ich die Karten dann. Sehr unkompliziert. Im Freundeskreis rumgefragt und eine Zusage bekommen. Konnte also nichts mehr schief gehen.

Der Weg zum Stadion war unproblematisch. Besonders war allerdings, dass mein Kollege, der mich ins Stadion begleitet hat, dies zum ersten Mal tat und so war es recht interessant zu sehen, wie es alles so auf ihn wirkt. Die Straßenbahn voller Schalker, die erleuchtete Arena, die tausenden Schalker vorm Stadion und letztendlich auch der Platz in der Nordkurve. Vorweg: Es hat ihm sehr gut gefallen, aber ich hatte auch nichts anderes erwartet.

Das Spiel war natürlich der Knaller. Es war das wohl beste Spiel in dieser Saison. Die ganze Mannschaft wirkte geschlossen und in sich stimmig. Mit guten Kombinationen und schönem, sicheren Passspiel wurde Bremens Kasten immer wieder in Gefahr gebracht und Schalke bekam Chance um Chance. Nach dem ersten Tor ging es weiter beziehungsweise erst so richtig los und es war nur eine Frage der Zeit bis die Führung ausgebaut werden sollte. Mit Schalkes Übergewicht im Mittelfeld kamen die Bremer gar nicht zurecht. Sie konnten sich gar nicht befreien und so hatte Schalke den Ball meist wieder schnell zurückerobert und konnte die nächsten Angriffe starten. Es war also ein Spiel unter völliger Kontrolle. Bremens Abwehr machte auch keinen guten Eindruck und so schien das Spiel nach dem 2-0 schon völlig entschieden. Ich machte mir jedenfalls keine Sorgen.
In der zweiten Halbzeit wurde es dann ein wahres Fest. Unnerstall hält den einzig gefährlichen Schuss, der auf sein Tor bekommt, hervorragend und Raùl macht in der 60. dann endgültig den Sack zu. Die Stimmung war unfassbar gut und sollte mit den Toren vier und fünf noch besser werden.

Am Ende steht also ein hochverdienter, wunderschöner Sieg, der den Abschluss der Hinrunde krönt. Die Mannschaft machte eine großartige Figur gegen, zugegeben schlechte, Bremer. Es gab kaum Spieler, die herausstachen. Man muss die Mannschaft als ganze loben. Und dennoch gibt es Spieler, die sich ein Sonderlob verdient haben. Das ist zum einen -natürlich- der Señor, zum Anderen Jurado, aber auch Fuchs. Alle drei zeigten besonders besonders gute Leistungen. Die Doppelung ist kein Versehen, denn die ganze Mannschaft zeigte eine besondere Leistung, aber diese drei zeigten eine besonders besondere Leistung. Jurado glänzte durch gute Pässe und -die zuletzt vermisste- Handlungsschnelligkeit. Fuchs erkannte früh, dass er defensiv nicht gefordert war und machte sich deshalb auf den Weg nach vorne um mit tollen Flanken immer wieder für Gefahr zu sorgen. Zu guter Letzt noch der Señor. Er arbeitete, rackerte und vermittelte zugleich so eine immense Spielfreude und strahlte auch Torgefährlichkeit aus, dass ich mich nur verneigen kann. Es ist eine Ehre für mich, den Mann, diese Legende auf Schalke sehen zu können - sehen zu dürfen. Hoffentlich haben wir die Ehre noch ein oder zwei Jahre länger. Hoffentlich.

Meinem Kollegen hat es übrigens sehr sehr gut gefallen. Er würde gerne wieder hinfahren hat er gesagt. Vielleicht war es der entscheidende Faktor und auch er ist jetzt einer von uns - ein Schalker. Alles hat schließlich einen Anfang.

Die Hinrunde ist also jetzt zu Ende. Platz 3 mit 34 Punkten. Hätte mir das jemand vor der Saison gesagt, ich hätte wohl laut gelacht oder denjenigen für verrückt erklärt. Nach dem Rücktritt Rangnicks war ich besorgt um diese junge Mannschaft. Ich hatte nicht gedacht, dass die Mannschaft so gut damit umgehen kann und weiter so souverän punkten wird und am Ende der Hinrunde auf Platz 3 steht. Respekt an das Team und danke für diese tolle Hinrunde. Jetzt gilt es sie am Mittwoch noch zu vergolden. Auf geht's Männer!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Schöner Schlusspunkt

6 Spiele - 4 Siege und 2 Unentschieden. Der erste Schritt der, von mir ausgerufenen, Mission Bukarest, sprich dem Weg zum Finale, ist also geschafft. Die Gruppenphase souverän überstanden und die Gruppe J dominiert. Die Mannschaft wurde den Ansprüchen gerecht.

Schalke startet, wie erwartet, mit einer B-Elf und im 'Tannenbaum-System', also 4-3-2-1. Marica als alleinige Spitze, dahinter Baumi und Draxler und hinter den beiden bekamen Höger, Jurado und Moritz ihre Chance. In der Abwehr gab es keine Überraschungen.

Schalke hatte das Spiel die ganze Zeit über im Griff. Es war kein wirklich gutes, aber auch keinen Fall ein schlechtes Spiel. Man konnte es sich gut angucken. Für mich als Zuschauer hat es Spaß gemacht der Mannschaft zuzuschauen, weil Schalke auch versucht hat sich mit guten Kombinationen und schnellem Passspiel Chancen zu erarbeiten. Langweilig wurde es für den Zuschauer nicht. Da diese Mannschaft so natürlich noch nie zusammen gespielt hat -und es vermutlich auch nie wieder tun wird- hat natürlich nicht alles funktioniert. Der ein oder andere Pass fand das Ziel nicht und es gab auch hier und dort den ein oder anderen Abstimmungsfehler, aber sei's drum. Damit war zu rechnen. An sich, mit Berücksichtigung aller erschwerenden Umstände, hat das Team eine gute Leistung gezeigt.
Baumjohann und in der ersten Halbzeit auch Draxler haben dabei das Heft in die Hand genommen und die Mannschaft geführt. Baumi hat viele gute und öffnende Pässe gespielt und damit oft für Gefahr gesorgt. Draxler, der ja eigentlich auch zu ersten Elf zählt, hat viel Ruhe ins Spiel gebracht und durch Dribblings und gute Pässe für Gefahr gesorgt, wobei er etwas zu verspielt agierte. Viel mit der Hacke rumspielte und vor dem Tor etwas zu lässig die Chancen vergab - dennoch machte er ein gutes Spiel.
Ein weiterer Spieler, der am gestrigen Abend überzeugen konnte, war Ciprian Marica. Er bereitete das erste Tor vor, beziehungsweise erzwang es, und machte das zweite Tor selber. Abgesehen davon konnte er oft Mitspieler in Szene setzen, indem er zur Grundlinie ging und dann den Ball an den 16er zurücklegte. Auch war er die einzige Anspielstation im Sturmzentrum und machte seine Rolle gut. Durch seine Schnelligkeit konnte er viele Bälle erlaufen und verteilte sie im Anschluss. Mann des Abends.

Von Haifa ging an diesem Abend kaum Gefahr aus. Die Israelis waren sehr einfalls- und hilflos, konnten Schalke während des ganzen Spiels nicht in Bedrängnis bringen und sorgten kaum für Gefahr. Dafür, dass dies für Haifa das entscheidende Spiel war hatte ich schon mit mehr gerechnet. Am Ende bekommt die Mannschaft die Quittung für die Leistung und scheidet aus dem Wettbewerb aus, da Bukarest an anderer Stelle mit 3-1 gegen Larnaka gewann.

Es war also ein entspannter, souveräner aber auch genauso verdienter dreinull Sieg der Königsblauen, der einen schönen Schlusspunkt ans Ende der Gruppenphase der Europa League setzt. Das Spiel spiegelt die Leistung der gesamten Gruppenphase an sich eigentlich ganz gut wieder. Souverän und verdient, aber nicht überragend. Nächstes Jahr gehts dann weiter.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Volle Pulle für die Fairness, oder?

Schalke spielt heute Abend das letzte, aber nicht mehr entscheidende, Spiel in der Gruppenphase der Europa-League. Dies trifft allerdings nur auf Schalke zu. Für die anderen drei Mannschaften der Gruppe J sieht das komplett anders aus. Für Maccabi Haifa, AEK Larnaka und auch Steaua Bukarest geht es noch um alles. Bukarest und Larnaka haben vor dem letzten Spieltag beide 5
Punkte und spielen gegeneinander. Haifa hat 6 Punkte und muss/darf gegen Schalke ran. Es ist also noch alles offen.

Schalke wird wohl mit einer B-Elf antreten und die Stammkräfte wohl größtenteils schonen. Das bedeutet, dass die Spieler aus den hinteren Reihen die Chance haben sich zu beweisen. Ist das nun Wettbewerbsverzerrung? Ich sage nein. Auch die B-Mannschaft Schalkes sollte den Anspruch haben gegen Haifa zu bestehen. Zudem sollten die Spieler, die nicht regelmäßig spielen und dann in diesen Spielen die Chance bekommen, den Anspruch haben, sich, auf gut deutsch gesagt, richtig den Arsch aufzureißen, sodass der Trainer nicht drum herum kommt sie nochmal aufzustellen. Ein weiterer Punkt ist die sehr angenehme Situation, dass es um nichts mehr geht. Es gibt keinen Druck. Die Mannschaft kann frei aufspielen. Dabei gibt es natürlich auch den Nachteil, dass mit dem nicht vorhandenen Druck auch eventuell der nötige Anreiz fehlt. Das glaube ich persönlich aber nicht. Ich denke die Mannschaft, auch die "B-Mannschaft", ist professionell genug.

Auch für uns Fans ist das natürlich eine schöne Situation. Von dem Spiel hängt nichts ab. Wenn es verloren geht, ok gut, dann geht es verloren. Natürlich will man die eigene Mannschaft immer siegen sehen, aber gut. Für Bukarest bzw. Larnaka wäre das natürlich ärgerlich. Diesen Mannschaften wäre man es eigentlich schuldig die volle Leistung abzuliefern um ihnen die Chance zu lassen im Wettbewerb zu verbleiben. Um den Wettbewerb 'fair zu halten' müsste man eigentlich volle Pulle geben. Aber wenn ich morgen das Spiel sehe, dann denke ich an sowas alles nicht. Mir ist das alles egal. Ich werde mir das Spiel vollkommen entspannt angucken - ob Sieg oder Niederlage. Ich freu' mich drauf!

Montag, 12. Dezember 2011

Nettes Spiel + 3 Punkte


Schalke gewinnt 2-1 gegen die Hertha aus Berlin. Der Sieg war, wenn man das Spiel so im Nachhinein betrachtet, recht verdient. Schalke hatte das Spiel ganz gut im Griff. Schalke war zwar in so gut wie allen Statistiken unterlegen -Zweikämpfe, Ballbesitz und auch die Pässe der Berliner sind besser angekommen-dennoch hatte man die ganze Zeit den Eindruck Schalke habe irgendwie die Kontrolle über das Spiel. Aber wen interessieren schon Statistiken?

Das einsnull war verdient, das 1-1 unglücklich und das 2-1 wunderschön. Danach hätte Schalke die Führung ausbauen können, musste aber auch das ein oder andere mal hinten etwas aufpassen. Im Großen und Ganzen wurde den Zuschauern ein nettes, aber kein spektakuläres eins-einen-vom-Hocker-hauenden Spiel geboten. Es war nett und am Ende standen drei Punkte, mit denen man ganz unbekümmert ins Wochenende starten konnte. Besser geht es nicht. Danke dafür. Wenn ich an die letzte Saison denke, hätten wir dieses Spiel sicher verloren, oder höchstens einen Punkt mitgenommen, aber diese Saison ist die Mannschaft irgendwie konsequent und souverän, vor allem konterstark. Und erfolgreich.

Irgendwie bin ich sehr angetan von diesem Pukki. Er hat zwar (noch) nicht die Power dazu, zwei Halbzeiten dieses starke Spiel durchzuhalten, aber er macht Spaß. Er ist ständig unterwegs, macht das Spiel nicht langsam, hat das Auge für den Mitspieler und hat vor allem einen enormen Torriecher. Der blinde Transfer von der Schalke Führung scheint sich als Volltreffer zu entpuppen. Ich denke, der Junge ist auf dem richtigen Weg.

So, nach 16 Spielen, also unmittelbar vor Ende der Hinrunde, steht man auf dem dritten Rang. Der sichere Championsleague Platz. Sollte das am Ende noch genauso aussehen, wäre ich mehr als zufrieden. Wenn man mal bedenkt, was die Mannschaft so mitmachen musste -Stichwort Rangnick- dann sollte man schon Respekt vor dieser Mannschaft haben.
Respekt Jungs, weiter so!


Montag, 5. Dezember 2011

Überlegen... aber nicht überragend

Sieg! Ein verdienter Sieg war es. Schalke hat das Spiel, im Prinzip, die ganze Zeit im Griff gehabt. Wirklich offen war es nie. Schalke hat keine Top-Leistung abgeliefert, aber das war auch gar nicht nötig. Schalke hat oft nicht die richtigen Mittel gefunden, das Spiel frühzeitig endgültig zu entscheiden, dennoch hatte ich das ganze Spiel über nicht das Gefühl, dass die drei Punkte in Gefahr wären. 

Die Mannschaft stand, in der ersten Halbzeit, einer Augsburger Mannschaft gegenüber, die eine desolate Leistung zeigte. Sie war immer einen Schritt zu spät, zu unengagiert im Zweikampfverhalten und zu nachlässig bei der Defensivarbeit. Das alles hätte Schalke viel konsequenter nutzen müssen. Das einsnull zur Pause war einfach zu wenig. Man hätte in Halbzeit eins den Sack schon zumachen können - hat man aber nicht. Die Mannschaft hatte zwar 60% Ballbesitz und gewann 2/3 aller Zweikämpfe konnte das aber nicht wirklich in zählbares umsetzen. Besonders die linke Seite war oft ganz frei und so hatte Fuchs sehr viel Platz auf seiner Seite und machte demnach ordentlich Druck nach vorne. So war es keine Überraschung, das auch das Tor über links eingeleitet wurde. Fuchs zieht nach innen, spielt nach hinten, Pukki passt (?) schießt in den Strafraum und der Hünter macht das Ding und das in bester Brasilianer-Hackentrick-Manier. Tor Nummer 13 in Spiel Nummer 14. Hammerquote.

In Halbzeit zwei passierte das, was eigentlich passieren musste. Schalke kassierte nämlich den Ausgleich, der, meiner Meinung nach, verdammt nochmal irregulär war. Oehrl steht beim Schuss von Mölders direkt vor dem Ball und geht dann zur Seite. Oehrl stand im Abseits, Mölders nicht. Und das soll dann passives Abseits sein? Wann soll es denn dann aktiv sein? Diese Regel muss endlich abgeschafft werden. Diese Auslegungssache kann auf Dauer nicht mehr gut gehen. Jeder Schidsrichter bewertet das anders, das darf einfach nicht sein. Das passive Abseits sollte abgeschafft werden. Sofort. 
Nach dem Ausgleich machte Schalke etwas Druck und erspielte sich Chancen. Eine Chance, die eigentlich keine war, von Fuchs fand dann letzendlich den Weg ins Tor. Amsif, im Tor der Augsburger, half da allerdings kräftig mit. Von da an verwaltete Schalke die Führung nur noch und es entstand ein langweiliges Bundesligaspiel. Das 3-1 von Raúl setzte dann den Schlusspunkt in dieser Partie. Und so gewinnt Schalke das Spiel überlegen, aber nicht überragend.

Am Ende stehen verdiente drei Punkte. Schalke hat das Spiel größtenteils dominiert, hat aber auch von der desolaten Leistung der Augsburger profitiert. Man muss ja nicht jedes Spiel super Leistung gewinnen. Diese Siegen bringen genau so drei Punkte. 4 Platz und immer noch in Schlagdistanz zu ersten dreien. Es könnte schlechter laufen. 

Freitag, 2. Dezember 2011

Huub, überrasch mich

Ich entschuldige mich für die leichte Verspätung, aber ich habe gestern einfach keine Zeit gehabt, nach dem Spiel direkt zu bloggen, da ich mich meinen Bio-Sachen widmen musste. Heute stand die Klausur an. Ja, war ganz ok, ist gut gelaufen.

Schalke zieht in die nächste Runde der Europa League und das als Gruppenerster. Das ist schon mal erfreulich, alles andere wäre aber auch ein Enttäuschung gewesen. Das Soll ist also erfüllt worden. Das letzte Spiel ist also von keinerlei Bedeutung mehr, jedenfalls wenn es um die Positionierung in der Gruppe geht.

In den ersten 30 Minuten spielte Schalke einen guten Ball und machte Druck auf das Tor der Rumänen. Mehr als zehn Ecken sprangen in der ersten Halbzeit dabei raus. Da ist es nicht verwunderlich, dass das erste Tor auch nach einer Ecke fiel. Nach dem Gegentor aus heiterem Himmel verlor Schalke den Faden und fand ihn auch so schnell nicht mehr wieder. Das Gegentor hätte natürlich nicht fallen dürfen. Und selbst wenn es fällt, sollte eine Mannschaft, wie Schalke sich nicht davon so beeinflussen lassen, sondern ihren Stiefel einfach runterspielen und das Ding klar nach Hause bringen. Das ist nicht passiert. Die zweite Hälfte war eher so ein warten auf den Führungstreffer um danach das Spiel nur noch zu verwalten.

Ist ja auch egal. Schalke ist in der nächsten Runde und das zählt. Schalke überwintert in Europa.

Am Sonntag kommt Augsburg in die Arena. Gegen den Tabellenletzten muss man gewinnen, ohne wenn und aber. Ein Sieg ist Pflicht, auch wenn die beiden "Harten" in der Schalker Defensive fehlen. Dieser Verlust sollte zu verkraften sein. Ich denke, für eine Aufstellung von Christoph Moritz ist es vielleicht noch etwas zu früh. Wer wird Jones also ersetzen? Und wer spielt für Papadopoulos in der Innenverteidigung? Huub, überrasch mich!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Alles selbst in der Hand

Es ist wieder Euro-League-Donnerstag. Der Gegner heißt diesmal Steaua Bukarest und kommt aus Rumänien. Die Ausgangslage ist recht klar. Bei einem Sieg ist man sicher in der nächsten Runde. Da ist es völlig egal, wie das letzte Spiel gegen Haifa ausgeht. Bei einem Unentschieden, würde ebenso im letzten Spiel ein Unentschieden reichen um weiterzukommen und selbst bei einer Niederlage gegen Bukarest hätte man noch alles selbst in der Hand und könnte sich mit einem Sieg gegen Haifa aus eigener Kraft in die nächste Runde schießen.

Zu dieser Situation sollte man es gar nicht erst kommen lassen. Ein Sieg gegen Siebten der Rumänischen Liga - und das Zuhause - müsste zu schaffen sein. Ich glaube, an die Mannschaft. Nach der vernichtenden Derby-Pleite will die Mannschaft hoffentlich wieder einiges gut machen. Und den Fans beweisen, was in ihnen steckt. 
 
Ich bin auch gespannt, wie Stevens die Mannschaft aufstellt und einstellt. Lässt er Jones und Papadopoulos spielen, obwohl sie am Sonntag, aufgrund der 5. gelben Karte, fehlen werden, oder lässt er schon die Leute ran, die auch Sonntag spielen werden? Und wenn ja, wer sind die beiden? Metzelder und Jurado? Oder doch Höger? All diese Fragen werden heute Abend beantwortet.