Donnerstag, 20. September 2012

Weg vom Fenster

Ich muss euch was sagen. Ihr habt sicher gemerkt, dass hier in letzter Zeit nicht mehr viel kam. Das lag keinesfalls daran, dass mir die Lust aufs Bloggen vergangen ist, nein. Ich würde gerne viel schreiben, habe viele Ideen im Kopf, aber die Zeit macht mir da einen dicken Strich durch die Rechnung.

Ich bekomme momentan wirklich kaum einen Fuß auf den Boden. Es ist alles sehr viel derzeit. Ich komme einmal die Woche erst um sechs Uhr nach Hause, einmal erst um halb fünf. Ich bin jetzt in Stufe 11 und langsam wird es echt ernst mit Hinblick aufs Abitur. Ich bin im sogenannten verkürzten Jahrgang. Ab sofort zählt alles fürs Abitur. Mit meiner 'Scheiß-egal'-Haltung komme ich nicht mehr weiter. Das merke ich selber. Ich erwische mich immer öfter dabei, meine Hausaufgaben sehr ausführlich und genau zu machen. Das ist auch nötig. Auf alles kacken, wie es in Stufe 8 war geht leider nicht mehr. 
Dazu kommt noch, dass ab nächster Woche die erste Klausurrunde beginnt. Ich schreibe jede Menge Klausuren in sehr kurzer Zeit. Lernen, lernen, lernen - so werden meine nächsten Wochen aussehen. Ich habe da auch kein Bock drauf, aber es muss einfach sein. 

Wahrscheinlich könnte ich noch irgendwie zu jedem Spiel einen Beitrag schreiben, aber so zwischen Tür und Angel habe ich da auch keine Lust drauf. Ich habe mir immer Zeit für einen Beitrag genommen, aber diese habe ich momentan einfach nicht. Deshalb müsst ihr wohl erstmal auf unbestimmte Zeit auf dieses Blog verzichten. Für immer wird es wohl nicht sein. Ich muss mal nach der Klausurrunde gucken, ob dann alles wieder lockerer wird und ich wieder mehr Zeit haben werde um mich um dieses Blog zu kümmern. Ich wünsche es mir. 

Ich möchte das eigentlich alles gar nicht, aber es geht einfach nicht anders. Schule hat nun mal Priorität - so vernünftig muss man auch mal sein.

Also, ich sage dann mal Tschüss. Bis bald!

Montag, 17. September 2012

Sieg - das ist die Hauptsache

Schieß doch! Schieeeeß!' Und er tat es. Julian Draxler zog aus 25 Metern einfach mal ab und zimmerte das Ding ins Tor. Schönes Tor, wenn auch ein bisschen glücklich, weil vielleicht nicht ganz unhaltbar.  Es war befreiend. Schalke hatte sich vorher schwer getan in der Offensive zu glänzen. Wenn es mal gefährlich wurde, ging dem entweder ein Fehler Fürths voraus eine gute individuelle Leistung auf Schalker Seite. 

Die Schalker Offensive strotze mit Holtby, Draxler, Afellay und Huntelaar förmlich vor individueller Klasse, aber als Mannschaft agierten diese nur selten. Die Bälle gingen viel zu selten über die Flügel, es wurde zu wenig Druck gemacht auf die tiefstehenden Fürther. Neben den großen Namen in der Offensive war es allerdings immer öfter Jones, der die Angriffe gezielt nach schnellem Umschalten einleitete und somit immer wieder für Gefahr sorgte.

Schalke hat das Spiel verdient gewonnen. Gerade auch wegen einer starken Defensive. Hinten wurde nichts zugelassen. Fürth kam zu keiner wirklichen Chance, Lars Unnerstall hatte wahrlich einen ruhigen Nachmittag. Das Spiel war ständig in Schalker Hand und so plätscherte es dahin. Der beliebte Reporterspruch 'Schalke will nicht und Fürth kann nicht.' passte aber irgendwie auch nicht zu 100%, denn Schalke blieb offensiv zu oft unkreativ und stumpf um Fürth in Grund und Boden zu spielen. Oft war das letzte Mittel ein langer Ball. Schöne Kombinationen, wie vor dem 2-0, bekam man selten zu sehen.

Schalke hat gewonnen. Das ist das wichtigste. Nach drei Spielen hat man sieben Punkte und steht auf Platz vier. Der Saisonstart hätte wahrlich schlimmer laufen können. Ich bin zufrieden damit. Ab jetzt geht's aber richtig los. Morgen startet Schalke in die Champions League und nächstes Wochenende kommt Bayern in die Donnerhalle. Dann wird man sehen wo man steht... ob man gegen Bayern bestehen kann. Dort muss Schalke mehr zeigen. Gerade offensiv. Gehen wir's an!

Mittwoch, 5. September 2012

Zurück zum Alltag


Choreografie in der Nordkurve 
Mittwochabend. Das Schwelmer Heimatfest 2012 ist vorbei. Ich hatte das ganze Wochenende gar keine Zeit, hier irgendwas zu schreiben. Jetzt, wo das Spektakel gestern mit einem sehr schönen Feuerwerk sein Ende fand, kehrt in Schwelm langsam wieder der Alltag ein und auch das Blog kann wieder mit Texten gefüllt werden. 

Die Schwelmer Christuskirche fotografiert
vom Riesenrad auf dem Heimatfest
Das Spiel unserer Mannschaft am Samstag habe ich natürlich dennoch gesehen. So viel Zeit muss sein. Ich hatte sogar das Glück noch Karten zu bekommen und so kam ich pünktlich um 15.30 Uhr in der Donnerhalle an. Fühlte sie an, wie nach Hause kommen. Ich war pünktlich zur Choreo in der Nordkurve auf meinen Plätzen. Was soll ich dazu sagen? Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal so eine extreme Gänsehaut hatte. Das war wirklich atemberaubend, wie nach und nach das alte Parkstadion in der Nordkurve aufgebaut wurde. Von den Flutlichtern bis hin zur Rennbahn. Einfach großartig. Ich war wirklich sehr geflasht. Die Stimmung vor dem Spiel war so gut, das habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Die Fans waren heiß. 

Zu dem Spiel brauche ich nicht mehr viel zu schreiben. Bis heute habt ihr doch schon sicher hier oder hier  was zum Schalker Spiel gelesen. Schalke hat nicht überzeugend, aber gut genug gespielt. Der erste Sieg ist eingefahren und das Gefühl, da geht spielerisch noch viel mehr bleibt. Ist auch nicht das Schlechteste. 

Am Wochenende ist keine Bundesliga, stattdessen veranstaltet die Nationalmannschaft ein Spiel, zwei sogar. Wie jedes Jahr. Und jedes Jahr rege ich mich neu darüber auf. Gerade geht die Bundesliga wieder los und dann direkt wieder ein Wochenende Pause. Ist ätzend, kann man aber nicht ändern. 

Bald gehts ja schon weiter. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Irgendwie ein blöder Spruch. 

Freitag, 31. August 2012

Zwischen Heimatfest und Neuverpflichtungen

Was ist denn hier los? Kommst du aus der Schule, hast nur noch das Schwelmer Heimatfest im Kopf und dann. Zack! Schalke leiht Ibrahim Afellay aus. Wow! Ein Spieler, den ich irgendwie kenne, irgendwie aber auch nicht. Man hat schon das ein oder andere mal was von ihm gehört, wirklich im Bilde ist man aber nicht. Ich bin gespannt und freue mich sehr auf ihn. 

So, wie gesagt. Dieses Wochenende ist in Schwelm das Heimatfest - unsere Kirmes. Das Highlight des ganzen Jahres. Wochenlange Vorfreude auf ein Wochenende, wo man in viel zu kurzer Zeit viel zu viel Geld ausgibt und dann auch noch zu viel Bier trinkt. Toll! Ich habe an diesem Wochenende also kein Kopf für gar nichts.
Am Samstag ist das erste Heimspiel dieser Saison. Gegner: Augsburg. Einschätzung: Muss man gewinnen. Augsburgs Ambition sollte der Klassenerhalt sein, Schalke will in die Champions League. Die Rollenverteilung ist klar. Ein Dreier ist Pflicht. Unterschätzen darf man diese Augsburger aber nicht. Zu vorsichtig auch nicht. Es ist also wie immer, geht es gegen einen Underdog. Zwischen den Heimatfesttagen werde ich aber morgen ganz sicher noch Zeit finden das Spiel zu schauen. Ganz sicher!

Montag, 27. August 2012

Was ist schon leicht?

Sonntag Spätnachmittag begann also die Saison auch für Schalke. Nachdem man das ganze Wochenende schon die restliche Bundesliga mehr oder weniger ernst verfolgt hatte, wurde es dann gestern also wieder richtig ernst. Die fußballfreie Zeit, die langweiligen Samstagnachmittage hatten ein Ende. Zu Gast in Hannover. So sollte sie also beginnen, die Bundesligasaison 2012/2013. Leicht ist anders, aber was ist schon leicht in dieser Bundesliga?

Schalke begann im, von mir sehr gemochten, 4-4-2 System. Marica neben Huntelaar, Jones auf rechts. Holtby machte den Zehner und Neustädter die 6. Das Spiel hatte einen schleppenden Beginn. Beide Mannschaften tasteten sich ein wenig ab und bestachen lediglich durch eine hohe Fehlpass-Quote. Schalke hatte aber die ganze Halbzeit Überwasser. Kurz vor der Halbzeit dann das nulleins aus dem nichts. Das Tor war zu verhindern. Gerade auf Schalke sollte man die Gefährlichkeit eines Panders bei Freistößen kennen. Aber nein, so kam es, wie es kommen musste. Felipe ganz alleine am zweiten Pfosten. Drin das Ding. 

In Halbzeit zwei kam Schalke und machte mehr und mehr Druck. Konter. Hunter. Eins Eins. Was ein starkes Tor von Huntelaar. Wow! Jetzt spielte sich die Mannschaft in einen Rausch und schnell viel auch das Führungstor, nach tollem Angriff, eingeleitet und dann auch vollendet von Holtby. In Folge dessen hatte Schalke das Ding im Griff. Hannover schien am Ende seiner Kräfte und Schalke schaltete -fatalerweise- auch einen Gang zurück. Statt das 3-1 nachzulegen, fing man sich dann kurz vor Schluss noch den Ausgleich. Blöd.

Schalke hat eine gute Partie gezeigt und am Ende, aufgrund fehlender Konzentration, doch noch den verdienten Dreier verspielt, trotzdem hat das Spiel Hoffnung gemacht. Holtby hat ein klasse Spiel gezeigt, ein Matip machte hinten drin einen grundsoliden Job. Huntelaar kann immer noch knipsen, und wie. Hannover ist nicht irgendeine Mannschaft. Hannover ist ein Kandidat für die Euro-League-Plätze in dieser Saison und gerade Zuhause eine Macht. So viel Gutes hat man gestern gesehen, aber trotzdem bleibt das ätzende Gefühl , dass man auch problemlos mit zwei Punkten mehr aus Hannover hätte abreisen können. Irgendwie enttäuschend, wenn auch selbstverschuldet. Am Ende steht trotz allem ein wichtiger Auswärtspunkt. 

Montag, 20. August 2012

Es war zu warm.

Das erste Pflichtspiel der Saison '12/'13 - es war soweit. Und warm war es. Der heißeste Tag des Jahres war auch gleichzeitig Spieltag. Wie viele gestürzte Favoriten zuvor bewiesen keine leichten Bedingungen um mal eben den kleinen Underdog abzufrühstücken. 
Schalke ließ einen aber nicht lange zittern. Spätestens nach dem zweinull war klar, dass Schalke sich nicht die Blöße geben wird. Danach folgte ein Spiel auf Sparflamme. Schalke hatte die absolute Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz und Saarbrücken sah schnell ein, dass heute nicht mehr viel zu holen ist. Das Spiel plätscherte so dahin, aber nur weil Schalke auch wirklich nicht mehr so wirklich wollte - Kräfte mussten geschont werden. Ich hatte ständig das Gefühl, hätte Schalke gewollt, hätten sie das Tempo beliebig anziehen können und Saarbrücken in alle Einzelteile zerlegen können, aber haben sie nicht. Es war zu warm. 

Schalke zeigte eine gute, abgeklärte Partie. Saarbrücken ist jetzt bei weitem kein erstklassiger Gegner gewesen, aber das Spiel hat Lust auf mehr gemacht. Nächste Woche geht die Bundesliga wieder los. Endlich! 

Mittwoch, 25. Juli 2012

Lauer Sommerkick

Die Saisonvorbereitung ist in vollem Gange zurzeit. Im Rahmen selbiger war am gestrigen Tage der AC Mailand in der Arena zu Gast. Ein AC Mailand, wie man in irgendwie gar nicht kennt. Die alten Terrier, wie Gattuso und van Bommel sind raus aus dem Team. Sie mussten weichen für die neue, technisch verbesserte, jüngere Generation. Auch die alt bekannten Seedorf, Nesta oder Zambrotta sind nicht mehr im Team. Die Mannschaft hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. In diesem Sommer sind auch noch Innenverteidiger Thiago Silva und Stürmerstar Zlatan 'Ibra' Ibrahimovic gen Frankreich abgezogen. So viel zum Gegner.

Es war ein Freundschaftsspiel mitten in der harten Vorbereitungszeit, da kann man nicht viel von beiden Mannschaften erwarten. Ich bin hingefahren, ich meine, der Preis von 8€ hat mich förmlich gezwungen ja zu sagen, und habe mir das Treiben angeschaut. Ganz entspannt. So war auch das Spiel, entspannt. Ohne viel Tempo, ohne großen Druck aufs Tor einer Mannschaft, dafür mit vielen Wechseln. Ein lauer Sommerkick. Es gab nichts neues. Die Mannschaft spielte, wie in der letzten Saison. Zu dem Spiel bleibt weiter nicht viel zu sagen. Wobei, eins bleibt noch zu sagen. Beim Gegentor hat Ralf Fährmann sich nicht gut verhalten. Wenn er da rausgeht muss er ganz rausgehen, komplett durchziehen oder er muss halt auf der Linie bleiben. Sollte es tatsächlich noch einen Kampf um Platz 1 im Tor geben, dann hat die Fehlerstrichliste von Fährmann jetzt einen Strich mehr. Zu viel reininterpretieren sollte man natürlich dennoch nicht.
Die Stimmung und auch das Publikum in der Nordkurve war erwartungsgemäß anders als sonst. Es waren fast ausschließlich Familien mit Kindern da. Teilweise auch kleinere Kinder. Es ging alles sehr ruhig und gesittet zu. Völlig ungewohnt. Selbst die Ordner baten einen diesmal sogar nett doch bitte noch zwei Schritte auf die Stufen zu gehen und nicht wie sonst mit Geschubse und Gedränge. In N5 hatten wir sogar relativ viel Platz und zwei drei Stufen für uns. Sehr schön alles, auch wenn ich sowas in der Saison niemals erleben möchte. Bei dem Spiel und den Temperaturen war das schön.

Das war also das Spiel gegen den großen AC Milan. Es war am Ende eine Niederlage, in die man wahrlich nicht zu viel hinein interpretieren sollte. Die Mannschaft steckt in der Vorbereitung und ist derzeit alles andere als fit. Das war schon alles ok so. Jetzt kann von mir aus auch bald die Saison los gehen... ich hab Bock! 

Sonntag, 24. Juni 2012

Sei's drum!

Viertelfinale der Europameisterschaft mit deutscher Beteiligung, das hieß für uns Public Viewing - Zeit. Also machten wir uns am frühen Freitagabend rechtzeitig auf den Weg und kamen trotzdem zu spät.

'Wohin stellen wir uns?' 'Mitten rein.'. Das machten wir dann auch. Kurz darauf platzierte sich ein 3.70 Meter (grob geschätzt) Riese vor mir und das Spielfeld halbierte sich plötzlich. Man kennt das. 'Geh mal Bier holen!'. Also ging ich Bier holen, konnte eh nichts sehen. Gerade der Leinwand den Rücken zugedreht, fing das große Geschreie an. Tooooor. Tooor. Nein, war nur Abseits. Das zu überteuerte Bier schmeckte nicht allzu gut, immerhin konnte ich jetzt besser sehen. Was ich sah, war eine überlegene, dominante, starke deutsche Mannschaft und überforderte, aber kämpfende Griechen und die umgedrehte 'Green Day' - Kappe von meinem Vordermann, die mir ab und an mal die Sicht auf den Großchancen-vergebenden Marco Reus nahm. Sei's drum. Die Stimmung war gut, zumindest in unserer Gruppe.
Bei dem Remake des Eröffnungstores von 2006 wurde dann die volle Anspannung rausgebrüllt. Die Ü-50 Gruppe hinter uns blickte etwas kritisch, ob unserer großen Freude, aber sei's drum. Wir hatten unseren Spaß. 1-1? Sei's drum. Deutschland war so überlegen, wir waren sicher, die würden noch ein Tor machen.

Als dann Khedira zum erlösenden 2-1 einschoss war es auch um die Ü-50 Gruppe hinter uns geschehen. Alle freuten wir uns. Auch zu einem High-Five mit der 'Green Day' - Kappe kam es. Dass er mir die ganze Zeit die Hälfte der Leinwand nahm war vergessen. Danach dann nur noch Party. Deutschland ließ keine Zweifel mehr aufkommen und zerlegte Griechenland weiter in seine Einzelteile. Auch ein 6 oder 7 - 2 wäre drin gewesen. Sei's drum. 4-2 reicht auch. Nach dem Spiel dann noch ein, zwei überteuerte Bierchen und weiter feiern. Deutschland feiern. Die starke Leistung der Mannschaft feiern. Doch, die Leistung, das Spiel hat Spaß gemacht. Keine gute Sicht? Kein leckeres Bier? Den ein oder anderen komischen Typen um sich herum? Sei's drum! HALBFINALE!

Montag, 18. Juni 2012

Da bin ich dabei!

Vor dem Start der Europameisterschaft habe ich keine großartige Vorfreude verspürt, war lange nicht im EM-Fieber. Habe es einfach hingenommen. Jeden Tag Fußball - cool. Fußball geht immer. Aber tagelang auf das Deutschland Spiel hinfiebern, sich den Kopf über die Aufstellung zerbrechen. Gomez? Klose? Boateng? Höwedes?! Mir war das egal. Ich habe nicht zugehört, wurde darüber diskutiert. Habe keine Meinung dazu abgegeben. Wieso? Ich weiß es nicht. Früher war ich immer voll dabei. WM 2006? Ein Riesending für mich. 2008? Wow, voll dabei. 2010? Schon eine Woche vorher schlaflos. 2012? Hm. Ich verstand es auch nicht.

Dann kam das erste Deutschland Spiel. Ich guckte bei meinem Cousin mit mehreren Leuten. Ich war nicht aufgeregt, freute mich allerdings schon. Dann das Tor und ja, ich freute mich. Der Sieg - ich war glücklich. Das zweite Spiel. Wieder ein Sieg. Wieder glücklich. Schön. Das Fieber, was durch die Nation ging, hatte mich aber immer noch nicht gepackt.

Dann gestern das dritte, entscheidende Spiel. Es stand 1:1 und uns war bewusst, dass bei einem Tor der Dänen alles vorbei sein könnte und auch ich war besorgt. Besorgt? Nein, ich hatte Angst vor dem Ausscheiden und das obwohl es mir doch vorher so egal war. Dann erlöste Lars Bender die ganze Nation (tolle Phrase). Und auch ich tickte völlig aus. Das erste mal diese EM. Oh ja, ich konnte mich zum ersten Mal richtig freuen. Das Turnier hat mich gepackt. Das hört sich irgendwie komisch an, aber es ist so. Erst dort hatte ich richtig Bock auf diese EM. Jetzt stehen wir im Viertelfinale und ich habe richtig Bock auf Freitag! Viertelfinale - jetzt geht es um die Wurst.

Ab jetzt gibt es also auch Beiträge über die Europameisterschaft hier im Blog. Und los!

Montag, 7. Mai 2012

Glückwunsch, Jule!

Julian Draxler wurde am heutigen Tage von Joachim Löw in den vorzeitigen EM-Kader berufen. Für den 18-jährigen ist das natürlich eine große Ehre. Betont sei aber nochmal, dass er nur in den vorläufigen Kader berufen wurde. Am 29. Mai wird Löw noch vier Spieler aussortieren, bevor es dann endgültig nach Polen und in die Ukraine zur Europameisterschaft geht.

Löw beschrieb Draxler als einen Spieler mit unglaublich viel Potenzial und einer enormen Entwicklungsfähigkeit. Seine Stärke habe er im Dribbling und zudem besitze er eine extrem hohe Spielintelligenz. Lobende Worte vom Bundestrainer. Unser Jule wird sicher stolz gewesen sein, als er diese Worte zu hören bekam. Für mich kam diese Berufung sehr überraschend. Wie überraschend sie für Draxler kam lässt sich nur vermuten. Ob er es schon lange vorher wusste? Man weiß es nicht. Fakt ist, dass er in den kommenden Wochen mit der Nationalmannschaft unterwegs sein wird. Dort wird er viele Leute kennenlernen und auch alte Bekannte treffen, dort wird er viel lernen und vermutlich auch viel mitnehmen können. Die Saison, die ihm in den Knochen steckt, die ganze Müdigkeit wird wohl für einige Zeit vergessen sein. Ich freue mich für ihn. Sehr sogar. Auch bin ich stolz, dass wir einen Spieler in unseren Reihen haben, der mit gerade mal 18 Jahren schon den Sprung in die Nationalmannschaft schafft.
Neben Draxler wurde auch -weniger überraschend- Benedikt Höwedes in den Kader berufen. Er wurde als einer von sieben Abwehrspielern zu der Nationalmannschaft eingeladen, wird also so gut wie sicher mitfahren zur EM in die Ukraine.

Wenn Jogi Löw am 29. Mai verkündet, welche Spieler nicht zu dem 23-Mann Kader gehören, wird wohl der Name Julian Draxler fallen. Das finde ich aber gar nicht schlimm und auch der Jule selber wird das bestimmt so sehen. Der Junge hat seine erste richtige Saison hinter sich gebracht und er ist noch so verdammt jung. Er hat noch jede Menge Zeit. Wie sagt man so schön. „Es ist einfach noch zu früh.”. Julian wird das verstehen. Er wird die Sommerpause nutzen um sich auszuruhen, sich zu regenerieren um nächste Saison wieder voll durchzustarten. Bis dahin aber erstmal. Glückwunsch, Jule!

Ende! Aus!

Als Aytekin um 17.20 Uhr am Samstag das Spiel zwischen Schalke und Bremen abpfiff war dies nicht nur der Schlussstrich unter dieser Partie, sondern gleich unter der ganzen Saison. Ende, Aus! Die Spielzeit 2011/2012 ist vorbei.

Schalke konnte sich mit einem, nein eigentlich zwei, Erfolgserlebnissen aus dieser Saison verabschieden. Zum einen natürlich mit dem Erfolg über Bremen und zum zweiten mit einem Erfolg für Klaas Jan Huntelaar. Schön.

Das Spiel gegen Bremen hatte für Schalke keinerlei Bedeutung, es ging um gar nichts mehr. Für Bremen gab es minimale, wobei eigentlich nur theoretische, Chancen auf einen Europa League Platz. So lief dann auch das Spiel. Bremen versuchte am Anfang seinen Part der Gleichung zu erfüllen und machte Druck. Schalke stand hinten aber recht kompakt, ließ wenig zu und das ganze mit notdürftig gestopfter Innenverteidigung. Jones nahm den Platz neben Matip ein. Es war ein recht langweiliger Kick. Als Draxler dann mit einem wunderbaren Tor Schalke in Front schoss, schien Bremen die Hoffnung aufzugeben und die Luft war raus. Schalke bekam mehr Zugriff und versuchte irgendwie dem Hünter Tore aufzulegen. Alle außer Julian Draxler, er suchte oft selbst den Abschluss. Nahm sich viele Schüsse selbst. Schon witzig, dass Huntelaar sich sein erstes Tor dann praktisch selbst aufgelegt hat.
Am Ende lief dann doch alles wie geplant. Schalke gewinnt und beendet damit die Saison mit einem Erfolgserlebnis und auch der Hünter macht seine Tore und sichert sich damit die Torjägerkanone mit fantastischen 29 Toren. Damit stellt er den Rekord von Klaus Fischer ein und stellt einen eigenen auf. Er ist nun in der Bundesliga der Ausländer mit den meisten Treffern in einer Saison.

Eine erfolgreiche Saison findet damit ein erfolgreiches Ende. Was wünscht man sich mehr? Wenn ich ehrlich bin, so ungern ich es sage, bin ich froh, dass nun die Sommerpause anfängt. Die Saison hat Kraft gekostet. Ein wenig fußballfreie Zeit wird mir gut tun, da bin ich mir sicher. Wahrscheinlich werde ich in spätestens einem Monat anfangen die Tage zu zählen und auf den Saisonbeginn hinfiebern, aber gerade bin ich ganz froh, dass ich diesen Monat Ruhe habe. Abschalten kann.

Dienstag, 1. Mai 2012

Dankbar

Kurzfristig am Freitag noch eine Karte bekommen. Samstag ins Stadion gefahren. Einen Sieg gesehen. Eine Abschiedszeremonie erlebt. An einem unvergesslichen Moment teilnehmen dürfen. Das ist die Zusammenfassung meines Samstages.

Zu dem Spiel brauch eigentlich nicht viel gesagt zu werden. Schalke war die klar bessere Mannschaft und hatte das Spiel im Griff. Es war lange Zeit keine schönes Spiel. Hertha hat keinen Glauben an sich selbst und präsentierte sich wirklich sehr schlecht. Am Ende stehen vier Tore zu Buche. Pflicht erfüllt. Da Gladbach gegen Augsburg nicht über ein Unentschieden hinausgekommen ist, bedeutet das für die Knappen den sicheren Champions League Platz. Schalke international! 

Das eigentliche Highlight sollte aber noch folgen. Die Verabschiedung derer Spieler, die uns am Ende der Saison verlassen werden. Es wurde eine Bühne aufgebaut. Rund um das Spielfeld stellten sich Fahnenschwenker und Trommler auf. Dann konnte die 'Zeremonie beginnen'. Mathias Schober, Hans Sarpei und auch Levan Kenia drehten, unter großem Applaus, eine Abschiedsrunde. Doch natürlich wussten alle, dass gleich was noch größeres passieren würde. Alle warteten auf Raul. 

Und dann kam er. Raul mit seinen Kindern im Schlepptau drehte seine letzte Ehrenrunde in der Arena. Der Jubel war riesig. Der ganze Stolz, die ganze Dankbarkeit, alles was wir mit Raul verbunden haben wurde versucht in diesem Moment auf den Rasen gebracht zu werden. Ich glaube, es hat ganz gut geklappt. Der ganze Block, ach das ganze Stadion, hatte Pipi in den Augen, vielleicht ein wenig der Trauer des Abschieds wegen, aber ganz sicher des Stolzes und der Dankbarkeit wegen. Was sich dieser Mann in zwei Jahren auf Schalke für einen Ruf erkämpft hat, was er für einen Stand bei den Fans gewonnen hat, ist wirklich unglaublich und spricht wirklich sehr für den Menschen hinter dem Spieler. Er kam als Superstar und viele waren skeptisch. Am Ende hat er alle überzeugt. Ein toller Spieler, ein tollerer Mensch. Er ist einfach eine Legende. Muchas gracias por todo, el Senor!

Es war eine schöne Zeremonie, die dort auf die Beine gestellt wurde. Ein ganz besonderes Spektakel zum Ende einer tollen Saison. Ich fand es keinesfalls überzogen, im Gegenteil. Es war sehr angemessen. Der Zusammenhalt der Fans und der Mannschaft jeweils untereinander wurde deutlich, aber ganz besonders wie nah die Mannschaft und die Fans sich stehen hat diese Zeremonie gezeigt. Man hat einfach total ausgelassen zusammen gefeiert. Es war wirklich einfach nur besonders. Die ganze Saison gipfelte in diesem Moment. Wow. Überwältigend. Ich weiß wirklich nicht, wie ich das alles beschreiben soll. Ich bin einfach nur dankbar. Dankbar für diese Saison, dankbar für diesen Moment!

Mittwoch, 25. April 2012

Wisst ihr noch?

Die Champions League befindet sich derzeit in den Halbfinals. Beziehungsweise, während ich diesen Beitrag schreibe, ist das erste gerade vorbei. Chelsea hat Barcelona rausgekickt und steht als erste Mannschaft im Finale. Glückwunsch! Morgen muss dann Bayern bei Real ran. Es verspricht spannend zu werden. 

Morgen vor einem Jahr, dem 26.04.2012, kam es zum Champions League Halbfinal Hinspiel zwischen Schalke und Manchester. Das ganze ist also schon fast genau ein Jahr. Wie die Zeit vergeht. Als ich heute so mit meinen Tippspielen beschäftigt war und nebenbei bei Twitter unterwegs war, kam mir wieder der Gedanke daran. Diesen großen Tag. Wisst ihr noch, wie ihr euch damals gefühlt habt? Ich schon. Unvergesslich.  
Schalke hatte einen ganz beachtlichen Weg bis ins Halbfinale zurückgelegt. Die Gruppenphase auf Platz 1 beendet, im Achtelfinale Valencia besiegt und im Viertelfinale kam es dann zu den zwei fantastischen, unvergesslichen Siegen gegen Inter Mailand. Ich kann mich erinnern als es wenn es gestern gewesen wäre. Von meiner Freude und meinem Stolz überkommen saß ich Zuhause vor dem Fernseher und konnte die Freudentränen nicht zurückhalten. Ein Moment für die Ewigkeit. 
Dann kam es zum Hinspiel gegen Manchester. Zuhause. Ein Dienstag. Seit Tagen war ich aufgeregt, redete von nichts anderem mehr. Am Wochenende zuvor hatte man gegen Kaiserslautern verloren. Nebensache. Es bestand nur dieser Fokus auf das eine, große Spiel gegen Manchester. Für mich, als noch relativ junger Fan, der von dem Uefa Cup Sieg 1997 nichts mitbekommen hat, weil ich einfach noch viel, viel zu jung war, war dieses Spiel das absolut Größte, was ich bislang miterlebt habe als Schalker. 
Ich war seit Tagen zappelig und sowas von gespannt auf dieses Spiel. Dann war es endlich soweit. Es war einfach atemberaubend. Klar hat Schalke verloren und ist chancenlos aus der Champions League ausgeschieden, aber das war nicht schlimm. Das alles miterlebt zu haben, diesen langen Weg dorthin, diese Aufregung vor den Spielen, dieser Stolz auf die Mannschaft. Das war ein tolles Gefühl. Ich denke gerne daran zurück.
Alles ist noch so greifbar. Auch nach einem ganzen Jahr. Einfach schön! 

Montag, 23. April 2012

Eigentlich unnötig

Ginge es nach dem Sky-Kommentator hat Schalke gestern Nachmittag das glücklichste Unentschieden der Fußballgeschichte rausgeholt. Mit ganz, ganz viel Glück habe es gereicht. Augsburg mit einer Vielzahl an hundertprozentigen Chancen, Schalke komplett ohne Zugriff auf das Spiel, so seine Meinung. Völlig übertrieben, sage ich.

Natürlich war Augsburg besser im Spiel und hatte mehr vom Spiel und natürlich hätte man sich als Schalker nicht beschweren können, hätte Augsburg das Spiel gewonnen. Ich will die Leistung der Schalker jetzt auch nicht gutreden. Das war nichts. Der Wille gegen kämpferisch starke Augsburger war einfach nicht ausreichend vorhanden. Schalke hat das kampfbetonte Spiel der Augsburger einfach nicht angenommen und so ist es nur logisch, dass man nicht gut ausgesehen hat. Schalke muss mit dem Punkt jetzt gut leben können. Man hat die Chance den Vorsprung auf Gladbach auszubauen vergeben und hält den Kampf um Platz drei weiter offen. Eigentlich unnötig.

Es stehen jetzt noch Spiele gegen Hertha und Bremen an. Gladbach hat es noch mit Augsburg und Mainz zutun. Der Punkt gestern war insofern wichtig, dass wenn Schalke auch gegen Hertha nicht über ein Unentschieden hinaus kommt und Gladbach aber gegen Augsburg gewinnt, man die Gladbacher immer noch hinter sich lassen könnte, aufgrund des derzeit noch besseren Torverhältnisses. Es hat alles auch ein Gutes. Da ich aber davon ausgehe, dass die Mannschaft nächste Woche gewinnen wird, müssen wir uns mit dieser Problematik gar nicht auseinander setzen. Ähm. 
Wenn Augsburg nächste Woche dieselbe Leistung zeigt, wie gestern, dann bin ich mir sicher, dass das auch für die Gladbacher kein Spaziergang wird. 

Die Spieler machten heute nach dem Spiel in den Interviews einen sehr angefressenen Eindruck. Sie waren mit ihrer Leistung selbst alles andere als zufrieden. Allen voran Benedikt Höwedes. Ich hoffe auf eine Trotzreaktion nächste Woche. Macht den dritten Platz sicher, Jungs!

Montag, 16. April 2012

Fast

Ich habe mir etwas Zeit genommen, wollte etwas Abstand gewinnen und so schreibe ich diesen Text erst am späten Sonntag Abend. Ein schönes Spiel war es, das 140. Revierderby. Endlich mal wieder ein Spiel, das eines Derby würdig war. Dominiert von Kampf, Einsatz und Wille. Beide Mannschaften waren nahezu gleichwertig, Schalke wurde nicht dominiert von Dortmund. Im Gegenteil.

Derby ist natürlich immer etwas besonderes. Man ist doppelt aufgeregt, es steht viel auf dem Spiel, darauf bin ich aber im letzten Beitrag schon genauer eingegangen. Auf Ausschreitungen rund um dieses Spiel zwischen den jeweiligen Fangruppen möchte ich nicht eigentlich nicht weiter eingehen. Die Emotionen sind überkocht und so ist wieder das ein oder andere passiert. Ich habe da irgendwas von Schweineblut mitbekommen und dem zerstörten Gästeblock. Ich denke da wurde schon viel zu gesagt, vielleicht auch zu viel. Diese Rivalität gehört dazu, dass die Fans nicht friedlich miteinander umgehen auch, aber ich denke Aktionen bei denen Menschen zu Schaden kommen, müssen nicht sein. Aber gut, ich denke, da kann man sagen so viel man will, ändern wird man daran sowieso nichts. 

Nun also zum Spiel. Schalke war lange Zeit die bessere und engagiertere Mannschaft. Man machte das Spiel, hatte mehr Ballbesitz, gewann entscheidende Zweikämpfe und hatte das Mittelfeld im Griff, zwang die Dortmunder so zu vielen Ballverlusten. Früh im Spiel wurde das belohnt mit der einsnull Führung nach einer Ecke. Auch nachdem die Dortmunder ausgeglichen haben, war Schalke noch die bessere Mannschaft. Schalke war nicht drückend überlegen und spielte Dortmund an die Wand, nein das nicht. Besser waren sie dennoch. Dortmund blieb ständig gefährlich durch ihr schnelles Umschaltspiel und ihre Standards. Es war ein munteres Spielchen. Ein schönes Spiel. Ich war extrem zufrieden mit der Leistung der Schalker. Ich denke, gegen diese Dortmunder hat der ein oder andere Gegner schon schlechter ausgesehen. 
Halbzeit zwei lief zunächst weiter wie die erste Halbzeit. Schalke spielte sich mehrere Chancen heraus, konnte diese aber nicht nutzen. So kam es wie es kommen musste. Eine Ecke, schlecht verteidigt und bumm, knallt es im Kasten. Dortmund nutzt einen Standard um in Führung zu gehen und, wie wir im Nachhinein wissen, das Spiel zu entscheiden und die Schalker Angriffsbemühungen zu erlöschen. Nachdem man nämlich in Rückstand geraten ist, kam da nicht mehr viel von der Schalker Offensive. Dortmund nahm das Spiel immer mehr in die Hand und Schalke wurde müde. Ende. Aus. Derby verloren. Wenn auch knapp.

Trotz der Niederlage hat man Grund genug um Stolz auf die Mannschaft zu sein. 70 Minuten hat man alles versucht, gekämpft, sich des schweren Spiels angenommen. Es hat fast gereicht. Es fehlte das letzte Quäntchen Glück. Schalke war diesmal viel, viel näher am Derbysieg als noch im Hinspiel. Beim nächsten Mal wird es reichen. 

Freitag, 13. April 2012

Für den kurzzeitigen Triumph!

Jetzt ist es also soweit. Die Dortmunder sind am Samstag zu Gast in der Arena. Das Derby steht an. Immer was besonderes für die Medien, die Mannschaft und vor allem die Fans. Wenn es um dieses Spiel geht sind auch die Tage vorher immer was anderes, was besonderes. Bei Facebook, Twitter, etc. gibt es unzählige Sticheleien, es kommt zu hitzigen Diskussionen und, ja, auch zu Beleidigungen. Aber irgendwie gehört das auch dazu, das macht diesen Reiz aus. Wenn deine Mannschaft gewinnt, kannst du auf dicke Hose machen, große Klappe haben. Die Schwarz-Gelben werden dann natürlich kontern, dass sie trotzdem noch vor Schalke in der Tabelle stehen und dass sie diese Saison wieder mit dem Meistertitel beenden und wenn es gut läuft sich auch noch das Double holen, aber das ist dir in diesem Moment völlig egal. Der kurzzeitige Triumph steht über dem langfristig gesehenen. Für kurze Zeit ist deine Mannschaft die bessere im Pott. Das macht dich stolz. Das macht dich überlegen. 

Die Stimmung unter den Schalkern ist diesmal betrübt. Es gibt scheinbar keine Hoffnung, Dortmund wird als zu überlegen angesehen, als spielerisch zu stark. Schalke wird kleingeredet, die Leistung gegen Nürnberg hat Angst in den Köpfen der Fans hinterlassen. Nicht wenige rechnen mit einer Klatsche. 'Ach, die schießen uns eh ab. Die sind einfach viel zu gut'. Das finde ich kacke! Wieso sollte man so negativ da ran gehen? Schalke hat diese Saison schon grandiose Leistungen gezeigt und ist, wenn Dortmund nicht gerade den super Sahnetag erwischt, mit viel Einsatz und Kampf in der Lage mitzuhalten. Auch ich sehe natürlich ein, dass Dortmund derzeit sowohl individuell als auch als Mannschaft besser ist, aber diese totale Überlegenheit und Chancenlosigkeit Schalkes sehe ich nicht.
Ich denke, das wichtigste für diese Mannschaft ist alles hinter sich zu lassen. Den vollen Fokus auf diese 90 Minuten legen. Egal ob Dortmund eigentlich stärker, besser, abgezockter und was weiß ich nicht alles ist. In diesen 90 Minuten kann man mit viel Einsatz, Kampf, Wille und Glaube an sich selbst viel erreichen. Ich glaube an den Derbsieg! 

Donnerstag, 12. April 2012

Ein klein bisschen Verständnis

Schalke verliert sang- und klanglos gegen unsere Freunde aus Nürnberg. Eine richtige Klatsche ist es geworden. Nun gut. Nachdem Sonntag alle hoch überrascht schienen ob des tollen Sieges gegen Hannover, kam nun der Rückschlag. Der Sieg in Nürnberg war für viele fest eingeplant. Sichere drei Punkte, dachte der ein oder andere. Denkste.

Schalke war in den ersten fünfzehn Minuten die überlegene Mannschaft. Danach kam allerdings nichts mehr. Schalke schoss ein einziges Mal aufs gegnerische Tor. Bezeichnend. Schalke spielt sich sonst Chance um Chance raus. Diesmal reichte es kaum um sich mal in der gegnerischen Hälfte festzusetzen. Nürnberg war klar überlegen und hatte demnach die Kontrolle über weite Strecken des Spiels. Schalke schien kaputt, irgendwie nicht in der Lage dagegen zu halten. Sie haben nach dem nulldrei zur Pause auch wohl selbst nicht mehr dran geglaubt. So traten sie jedenfalls in Halbzeit zwei auf. Es fehlte einfach an vielem, aber ich möchte der Mannschaft da jetzt auch nicht so einen großen Vorwurf machen. Natürlich brauchen wir die Punkte und natürlich war auch ich sauer gestern, aber dennoch, die Mannschaft hat anstrengende Wochen in den Knochen. Zudem, und da kannste nur erzählen, was du willst, haben alle Spieler das Spiel am Samstag schon im Kopf. Keine Frage. Ob Profi hin oder her. Da können die Spieler noch so oft sagen, dass nur das nächste Spiel zählt und dass auch nur das in ihren Köpfen ist. Nö, glaub ich nicht. Nicht wenn der Gegner aus der Nachbarstadt kommt.
Das sollen jetzt keine Ausreden sein, das soll auch nicht heißen, dass ich von der Mannschaft nicht jedes Spiel vollen Einsatz erwarte, aber irgendwo muss man die Mannschaft auch verstehen. Sind halt auch nur Menschen. Es gibt Tage, da läuft es nicht, dann kommen noch andere Einflüsse dazu und dann verlierst du halt mal gegen Nürnberg mit 1-4. Egal. Mund abputzen und weiter machen. Fokus auf Samstag legen.

Montag, 9. April 2012

Fußball mit der Familie

Ostern ist Familientag. So auch bei mir. Morgens 11 Uhr stand der Brunch mit der Familie der Freundin an. Viele neue Gesichter, tausend mal hallo sagen, sich tausend mal vorstellen. Kennt man ja. In der Wohnung angekommen und die erste Begrüßungsrunde gedreht fällt mir direkt der '1904' Schriftzug auf dem Pulli von Opa und Onkel auf. So gefällt mir das. Es wurde später und später, ich musste mich darum kümmern, wo ich das Spiel schauen kann, als ich von der Familie gebeten werde doch mit ihnen zu gucken. Jawollo. Diese Familie gefällt mir. Also schauen wir zusammen im Keller Fußball mit Opa, Tante und Freundin. Schön. Es wird Heineken gereicht. Einem schönen Spiel stand nichts mehr im Wege.

Entgegen der vorher aufgestellten Prognosen, dass Hannover echt stark sei und Schalke kaputt ist und zudem auch mit Matip und Jones zwei echte Stammkräfte fehlen und dementsprechend wir mit einem Punkt zufrieden sein könnten, kam es ja dann doch ganz anders. Hannover wurde von Schalker Spielfreude überrollt. Schalke hatte richtig Bock und zeigte eine Trotzreaktion. Von Anfang an wurde der Gegner früh angegriffen, zu Ballverlusten gezwungen und in Folge dessen schnell umgeschaltet und so strahlte Schalke eine Menge Gefahr aus. Das einzige, was man der Mannschaft ankreiden kann ist, dass sie ihre Chancen nicht besonders konsequent genutzt hat und so das einsnull zur Halbzeit eigentlich zu wenig war. 

Halbzeit zwei begann mit einen Hochgenuss für alle Fußballfans. Wie Raul zum zweinull -Vorentscheidung- einschiebt war schon zum Zunge schnalzen. Tante ist übrigens voll ausgeflippt, sie ist großer Raul Fan. Ich war amüsiert. Der Typ ist einfach der Knaller. Ich hoffe diese Aktionen werden wir auch nächste Saison noch zu sehen bekommen. Vielleicht ist es ja irgendwie möglich ihm einen Vertrag über einen Jahr zu geben, mit Option für ein weiteres bei bestimmten Konditionen. Das würde ich für sinnvoll halten.

Der Rest war Formsache. Schalke zog seine starke Spielweise bis zum Ende durch, behielt die Kontrolle, blieb gefährlich. Der Hunter machte sein Tor noch. Farfan spielte wie ein aufgedrehtes Wiesel. Der Junge wusste zu gefallen. Eine tolle Leistung der Schalker Mannschaft, der ganzen Schalker Mannschaft. Die Familie war auch hoch zufrieden. 'Junge, du bringst Glück. Bist immer herzlich eingeladen'. Wenn das jedes Mal so läuft, sehe ich mich gezwungen das Derby dort zu gucken. Wieso auch nicht?

Fünf Punkte vor Gladbach. Mittwoch gehts nach Nürnberg, Samstag kommt Dortmund. Das Spiel war wichtig. Weiter so.

Donnerstag, 5. April 2012

Ich habe Bock!

Es ist soweit. Es ist wieder Donnerstag und das heißt in dieser Saison meist auch Spieltag. Diesmal aber vielleicht das letzte Mal. Die Chancen mit dem Halbfinalticket in der Tasche aus Bilbao zurückzukehren ist nicht sehr groß. Das Ergebnis im Hinspiel war einfach zu schlecht. Nur ein Wunder würde uns in die nächste Runde bringen. So ist der Stand.

Die Mannschaft hat nichts zu verlieren. Wenn sie es auswärts, in Bilbao, nicht schafft einen 2-4 aus dem Hinspiel zu drehen werden alle sagen, dass das zu erwarten war und keiner ist enttäuscht. Selbst die, die von dem Wunder überzeugt sind werden einsehen, dass man das eigentlich hätte ahnen müssen und dass Bilbao ja auch eine recht starke Mannschaft ist. 
Ich gehe auch genauso an die Sache ran. Ich guck mir das an und erwarte eigentlich nicht viel, zumindest nehme ich mir das vor. Es wird sowieso anders kommen. Sobald Schalke das nulleins machte kann ich mir den 'Auf gehts noch zwei!'-Schrei mit Sicherheit auch nicht verkneifen. Wenn Schalke den Kampf voll annimmt und volle Pulle spielt, alles auf das Spiel setzt und, das ist das wichtigste, auch daran glaubt, dann kann das heute Abend noch eine recht spannende Sache werden. Wenn die Mannschaft selber nicht dran glaubt, denkt dass das nichts mehr werden kann, dann wird das auch in die Buchse gehen. Ich glaube aber nicht.

Die Mannschaft ist jung und hungrig auf Titel. Sie werden wohl alles versuchen, irgendwie in die nächste Runde einzuziehen. Sie müssen die kleine Chance die sie haben ergreifen, nutzen und dann kann es ja vielleicht doch noch zu einem Wunder kommen. Wenn es eine Mannschaft schaffen kann, dann diese Schalker Mannschaft, die in dieser Saison schon 487 Rückstände aufgeholt hat und damit bewiesen hat, dass sie auch mit  derartigen Rückschlägen gut umgehen kann.

Ich habe Bock auf heute Abend!

Montag, 2. April 2012

Uncoole Schwalben - cooles Unentschieden

Zu dem Spiel muss nicht viel gesagt werden. Es war ein größtenteils unspektakuläres Rumgekicke. Die erste Halbzeit gehörte Hoffenheim, die zweite Schalke - grob gesagt. Die beiden Toren sind aus jeweils einem Elfmeter resultiert, die beide in ihrer Entstehung sehr umstritten waren. Es waren zwei Schwalben, beide gut geschauspielert. Wie uncool Schwalben sind wissen wir alle, das brauche ich jetzt nicht weiter auszuführen. Trotz der Uncoolness gab es trotzdem die Gerechtigkeit, dass beide Mannschaften gleich darunter leiden mussten, beziehungsweise sich erfreuen konnte. Ansonsten wäre es halt 0-0 ausgegangen, bestimmt.

Der Hunter hat sein Tor gemacht, Jones hat sich seine gelbe Karte abgeholt und Schalke geriet -zum gefühlt- 278 mal in Rückstand. War also alles wie immer. Von zwei verschenkten Punkten zu reden ist Blödsinn. Schalke hatte zwar noch die ein oder andere Chance, gleiches gilt aber auch für Hoffenheim. Es hätte am Ende also auch eine Niederlage stehen können und wirklich beschweren hätte man sich trotzdem nicht können. Ich hatte von Schalke auch ehrlich gesagt nicht viel erwartet, nach diesem extrem enttäuschenden und schwerem Spiel am Donnerstag. Letztendlich denkt in einer Woche keiner mehr über dieses Spiel nach. Die Mannschaft hat einen Punkt gegen engagierte Hoffenheimer mit nach Hause gebracht und ich denke damit sollten wir uns zufrieden geben. Uncoole Schwalben bringen also ein cooles Unentschieden, so als Fazit.

Gladbach hat uns die Vorlage gegeben weiter davonzuziehen und wir haben sie genutzt, zwar nicht in vollem Maße aber dennoch. Wir sind auf drei Punkte weg, das klingt schon mal nicht ganz so schlecht, nein. Das klingt sogar sehr gut und ich befürchte dieser Vorsprung wird in den nächsten Wochen wichtig werden. Am Donnerstag muss die Mannschaft wieder gegen Bilbao ran. Das wird bestimmt nicht leicht, nein bestimmt nicht. Das wird kräftezehrend, wird Nerven kosten und am Ende vermutlich gegen uns ausgehen. Eine große Enttäuschung für Mannschaft und Fans. Am Wochenende kommt dann Hannover, wenigstens Heimspiel. Nicht nur, dass man das Bilbao Spiel in den Knochen haben wird, kommt noch erschwerend hinzu, dass Matip und Jones aufgrund einer Gelbsperre ausfallen. Das wird eine ganz harte Woche, die da auf uns zukommt. Eine Woche, in der sich das Unentschieden am gestrigen Tage bezahlt machen kann und für Schalke bedeuten kann, dass man auch nächste Woche noch auf dem dritten Rang steht.

Donnerstag, 29. März 2012

Jetzt wird es spannend

Es ist Donnerstag. Da war doch was? Genau, internationaler Wettbewerb steht auf dem Plan. Langsam wird es spannend, wir befinden uns schon im Viertelfinale. Die Namen der Mannschaften werden nicht weniger groß und die Gegner nicht leichter. Der Wettbewerb geht in seine heiße Phase. Gut, dass Schalke sich derzeit in einer guten Form zu präsentieren weiß.

Der Gegner: Athletic Bilbao. Eine besondere, irgendwie auch eigenartige, Mannschaft. In den Reihen der Spanier befinden sich einzig und allein Spieler, die im Baskenland geboren wurden. Keine Ausländer, einzig und allein Basken. Im Blogundweiss könnt ihr lesen, wie es aussähe würde Schalke ebenfalls so handeln. 2.7 Millionen Einwohner hat das Baskenland. Beachtlich, dass dieser Verein aus so einem kleinen Einzugsgebiet so eine Mannschaft zusammen stellen kann. Der letzte Titel liegt zwar schon länger zurück, im Jahre 1984 gewann Bilbao das Double in Spanien und dazu auch noch den 'Supercup de Espagna', aber in der Vergangenheit war die Mannschaft schon recht erfolgreich, besonders erfolgreich waren sie in den 30-er Jahren (14 Titel in 10 Jahren, sämtliche Pokale und Meistertitel zusammengefasst). In der letzten Saison sprang am Ende Platz 6 heraus, derzeit stehen sie auf Rang 11 in der Liga. Beachtlich: Im Achtelfinale setzten die Basken sich gegen Manchester United durch. Das kann sehr wohl daran liegen, dass ManU den Wettbewerb nicht wirklich ernst genommen hat und sich hängen ließ, aber seinen Teil wird Bilbao auch zu dem Ausscheiden des englischen Tabellenführers beigetragen haben. 

Fazit: Das wird ein hartes Ding heute Abend. Schalke hat das Heimspiel zuerst, muss also vorlegen. Mit einem Unentschieden, oder gar einer Niederlage nach Spanien zu reisen wäre einer Monsteraufgabe. Schalke muss es schaffen, so wie in den letzten Spielen, ihre gute Form wieder auf den Rasen zu bringen und vernünftigen Fußball spielen. Nach vorne variabel und zielstrebig, hinten kompakt und sicher. Ein Sieg wäre wichtig! Wenns ganz schief läuft haben wir immer noch den 40-Tore Mann Klaas Jan Huntelaar vorne drin. Sollte es hart auf hart kommen, wird er das Ding schon schaukeln. Ich bin jedenfalls total heiß auf das Spiel.

Montag, 26. März 2012

Schönes Wetter, schönes Spiel, schöne Tabelle

Gladbach verliert und Schalke hat damit die Chance vorbeizuziehen - Platz drei zu erobern. Also beste Voraussetzungen für einen Schalker Patzer. Wie oft hat man es in der Vergangenheit schon gesehen, dass Schalke nicht in der Lage war aus den Fehlern der Konkurrenz Profit zu schlagen? Zu oft. Zum Glück kam es anders. Die Voraussetzungen waren optimal. Schöne Anstoßzeit, Sonne, Heimspiel. Ich hatte Bock, Schalke scheinbar auch.

Schalke gewinnt souverän gegen die Werkself aus Leverkusen, souveräner als es das Ergebnis vermuten lässt. Es war kein Zitterspiel bis zur 86. Minute, auch wenn Schalke lediglich mit einem Tor in Front war. Die Kontrolle hatte Schalke trotzdem. Die Führung hätte viel höher sein müssen. Schalke hatte Chance um Chance, schaffte es aber nicht Profit daraus zu schlagen. Entweder wurden die Angriffe zu ungenau zu Ende gespielt, der Abschluss war zu schlecht, oder Leno kam irgendwie dazwischen. Das entscheidende zweinull wollte einfach nicht fallen. Leverkusen war aber andererseits auch nicht in der Lage für echte Gefahr vor dem Schalker Tor zu sorgen. Die Abwehr stand kompakt und ließ wenig bis gar nichts zu. 

Nach vorne war Schalke variabel, gedankenschnell und zeigte viel Einsatz. Viele der Chancen resultierten aus Ballgewinnen im Mittelfeld und dem darauffolgenden schnellen Umschalten. Ein Jefferson Farfan machte endlich mal wieder ein gutes Spiel, hing sich voll rein, zeigte vollen Einsatz und zeigte Willen. Er belohnte sich dafür mit der mustergültigen Vorlage zum entscheidenden zweinull kurz vor Schluss. Aber nicht nur Farfan zeigte eine außergewöhnliche Leistung, eigentlich machten alle Spieler ein gutes Spiel. 

Das Spiel hat Spaß gemacht, phasenweise hat Schalke richtig gezaubert und Leverkusen keine Chance gelassen. Einzig und allein die Chancenverwertung ist zu kritisieren. So ein Spiel muss eigentlich schon in der ersten Halbzeit entschieden werden. Die Gefahr sich ein blödes 1-1 zu fangen ist einfach zu hoch, wobei ich mir sicher bin, dass Schalke selbst bei einem Ausgleich Ruhe bewahrt hätte und noch eine Bude gemacht hätte. Schalke war die spielfreudigere, wachere, kämpferisch bessere und engagiertere Mannschaft. Oder kurz einfach die überlegenere, bessere Mannschaft und so ist der Sieg die gerechte und verdiente Folge. Ein toller Samstag. Schönes Wetter, schönes Spiel, schöne Tabelle.

Zu dem Hünter muss ich nicht mehr viel sagen, ich kann es auch nicht. Mir fehlen die Worte um zu beschreiben, was der Mann da gerade veranstaltet. Ist er in der Form seines Lebens? Er selbst sagt, da geht noch mehr. Mal abwarten. 

Das Fazit des Spieltags: Der Vorsprung auf Platz fünf ist riesig. 13 Punkte, das lassen wir uns nicht mehr nehmen. Da lege ich mich fest. Gladbach haben wir nun auch hinter uns, auch das kann gerne nach 34 Spieltagen noch so bleiben. Momentan läufts. Am Donnerstag kommt Bilbao. Wird schwer.

Montag, 19. März 2012

Kennen wir doch alles schon. Jetzt aber.


So, jetzt aber. Nachdem mein gestern angefertigter Beitrag auf mysteriöse Weise über Nacht einfach verschwand und heute Morgen einfach nur eine Überschrift veröffentlicht wurde, gibt es jetzt meinen neuen Text zum Spiel.

Sieg gegen Lautern. Art und Weise? Wie immer. Schalke findet schlecht ins Spiel, fängt sich ein Gegentor, kommt nach dem Gegentor irgendwann besser in Spiel und dreht das Ding dann am Ende meist noch. Gegen Kaiserslautern wurde da auch keine Ausnahme gemacht. Kaiserslautern, die vor dem Spiel seit über fünf Stunden ohne eigenen Treffer waren, brauchten gegen Schalke gerade mal drei Minuten um zu treffen. Eine Unaufmerksamkeit des Hünters reichte und schon lag Schalke zurück. Mal wieder. 

Dass Schalke jedes Mal in Rückstand geraten muss um erst im Anschluss richtig in die Spiele zu finden, ist anstrengend. Anstrengend für die Fans, aber auch für die Mannschaft. Immer einem Rückstand hinterherzulaufen ist nicht schön, man hat sich aber daran gewöhnt. Man nimmt es hin, man weiß, dass die Mannschaft spätestens in der zweiten Halbzeit aufdrehen wird und das Ding schon irgendwie schaukeln. Als Fan hat man sich inzwischen damit abgefunden. Pure Routine.

So auch gegen Lautern. Schalke bekam mehr und mehr Kontrolle über das Spiel und drückte die Roten immer weiter in die eigene Hälfte. Der Druck auf die Lauterer Abwehr wurde höher und so kam es, wie es kommen musste. Die Abwehr konnte den Offensivbemühungen der Schalker nicht mehr standhalten und so drehten sie das Ding noch vor der Halbzeit und das völlig verdient. Die Lauterer resignierten. Sie schienen den Glauben an einen Sieg bereits verloren zu haben.

In der zweiten Halbzeit folgte dann die Kür. Schalke hatte die volle Kontrolle über das Spiel und spielten weiter fröhlich nach vorn. Kaiserslautern wurde in alle Einzelteile zerlegt. Schalke war in der Lage das Tempo zurückzufahren, aber auch wieder anzuziehen. Nach belieben. Ich konnte mich also zurücklehnen und konnte mir das Spektakel völlig entspannt anschauen. Die roten Teufel waren mehr als harmlos, ich machte mir gar keine Sorgen, dass das auch nur in irgendeiner Weise schief gehen kann. Raúl, mit schönem Winkelknaller, und Farfan, mit perfekt vorgetragenem Konter, setzten dem Spiel die Krone auf. Schön war es. Sehr schön. Schalke hatte zwischenzeitlich 70% Ballbesitz. So eine absolute Kontrolle habe ich selten gesehen bei einem Schalke Spiel. Lautern war machtlos, überrollt von Schalkes Klasse. 

Drei wichtige Punkte fuhr Schalke durch diesen schönen, torreichen und absolut ungefährdeten Sieg. Mittlerweile hat sich der Vorsprung auf Platz auf mittlerweile auf 10 Punkte ausgebaut. Das klingt erstmal viel, das ist es unbestritten auch, aber zu sicher sollte man sich dennoch nicht sein, dass die Champions League Quali erreicht ist, auch wenn es derzeit sehr gut aussieht. Es sind noch viele Punkte zu vergeben, da kann sich noch viel tun und das wird es wahrscheinlich auch. Der Rückstand auf Platz 3, Galdbach, beträgt lediglich ein Punkt. Da ist noch alles drin. Platz drei wäre wichtig um die unschöne Champions League Qualifikation zu umgehen. 

Zufrieden bin ich. Schalke hat ein starkes Spiel gezeigt. Als Mannschaft. Geschlossen. Ein schöner Spieltag. Ich mag die Saison. Bitte weiter so! Nur in Zukunft bitte ohne Gegentor, einfach mal so von vorne herein voll Power geben. Danke!

Im Moment kommt man nicht daran vorbei einen Beitrag zu schreiben, ohne den Hünter abzufeiern. Klaas Jan Huntelaar ist ein absoluter Teufelskerl! 20 Saisontore! Wow! Gebt dem Mann einen Vertrag auf Lebenszeit. 

Kennen wir doch alles schon

Freitag, 16. März 2012

Beeindruckend

3 gegen 2 Überzahlsituation. Jones stürmt mit dem Ball in die gegnerische Hälfte. 30 Meter, 40 Meter, dann der Pass rüber zum Hunter. Huntelaar lässt seinen Gegenspieler gekonnt mit einer Körpertäuschung aussteigen und vollendet zum 4-1. Entscheidung. Freude pur. 

Ein wunderbarer Europaleague Abend war das gestern. Nachdem in der Anfangsviertelstunde der so verheerende Gegentreffer fiel und Schalke in Rückstand geriet standen die Vorzeichen Richtung Viertelfinale eher schlecht. Schalke schafft es dann aber mit 60 Minuten Powerfußball aus dem 0-1 ein 4-1 zu machen und zieht damit doch ins Viertelfinale ein. Ein unglaublicher Abend.

Schalke drehte nach dem Ausgleich Mitte der ersten Halbzeit derart auf, das war toll anzuschauen. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Tor der Niederländer zu. Chance um Chance spielte Schalke sich heraus. Irgendwann musste das Tor fallen, das war klar. So kam es dann auch. Der Hünter per Elfer und Jones nach wunderbarer Raùl Vorarbeit. Den Sack zu machte dann wiedermal Huntelaar mit oben beschriebener Situation zu. Schalke kämpft sich also in ein verloren geglaubtes Spiel zurück und schafft es dieses auch noch zu seinen Gunsten zu drehen. Wow. Das war eine tolle Mannschaftsleistung, auch wenn am Ende Huntelaar wieder als großer Held dasteht - natürlich zurecht.

Dieser Rausch in den Schalke sich gespielt hat war wirklich beeindruckend. Man hat nach langer Zeit mal wieder diesen unbändigen Willen gespürt - besonders verkörpert hat das Jones. Man hat der Mannschaft angesehen, dass sie sich derart den Arsch aufreißen um die nächste Runde zu erreichen. Von den Fans angepeitsch war es nur eine Frage der Zeit bis das Spiel gedreht wird. Ein unaufhaltbarer Jones und ein Huntelaar in herausragender Form machten es dann in letzer Konsequenz real. Respekt!

Am Ende kann man auf einen rundum perfekten Abend zurückblicken. Schalke spielt Enschede in einer beeindrucken zweiten Halbzeit förmlich gegen die Wand und zieht verdient ins Viertelfinale ein. Als Fan war es Balsam für die Seele. Nicht nur das Ergebnis hat diesmal gepasst, sondern auch die Spielweise. Es war die stärkste Schalker Halbzeit seit Ewigkeiten. Ich bin stolz auf diese Mannschaft! 

Heute Mittag ist die Auslosung für die nächste Runde. Ich bin gespannt. Die Mission Bukarest ist in vollem Gange.

Montag, 12. März 2012

Danke für den ruhigen Schlaf

Endlich kann ich mal wieder mit einem gutem Gefühl im Bauch hier sitzen und meinen Text in den Computer tippen. Aus den letzten Wochen kannte man es doch nur noch anders, ständig saß man unzufrieden vor dem PC und hämmerte seine Texte in die Tastatur. Da macht mir das heute schon deutlich mehr Spaß. Endlich wieder ein Sieg! 

Schalke macht aus 12 Torschüssen drei Tore, der HSV macht aus 17 Torschüssen ein Tor. Womit wir auch beim springenden Punkt wären - die Chancenverwertung. Schalke nutze bei weitem nicht jede Chance, aber Schalke traf immer im richtigen Moment. 
Das einsnull war wichtig um 'reinzukommen', um Sicherheit ins Spiel zu bringen. Mit einer Führung im Rücken lebt es sich leichter, dachte ich zumindest. Hamburg brauchte nicht lange um sich von dem Gegentreffer zu erholen und machte Druck. Sie rissen das Spiel an sich und hatten mehr Spielanteile. Sie drängten auf den Ausgleich. Und zack! Schalke macht das wichtige 2-0, und das nach einer Ecke. Erleichterung machte sich breit. Hamburg hatte mehr vom Spiel und Schalke machte die Tore. Der Spielverlauf wurde, wie man so schön sagt, auf den Kopf gestellt. Mit dem dritten Tor machte Schalke dann den Deckel drauf. Der Hünter nutzt die Ungeschicktheit von Westermann aus und entscheidet das Spiel bereits nach einer halben Stunde. 

Der Treffer zum drei zu eins machte mir zwar kurz ein wenig Sorgen, aber mehr auch nicht. Hamburg fand in Halbzeit zwei keine Mittel um die Schalker Abwehr wirklich in Bedrängnis zu bringen. Schalke hatte den Spielbetrieb fast komplett eingestellt und war größtenteils damit beschäftigt das Spiel ruhig nach Hause zu bringen. Schalke wollte nicht und Hamburg konnte nicht - so das Bild in Halbzeit zwei. Als Schalker konnte man dem Spielgeschehen schön entspannt zusehen, ohne sich große Sorgen machen zu müssen. Schön war das. Das tat richtig gut. 

Im Hinblick auf die Ergebnisse der anderen Mannschaften rundum Schalke in der Tabelle war es wirklich ein perfekter Spieltag. Leverkusen verliert, damit beträgt der Abstand auf Rang fünf mittlerweile sieben Punkte. Ein wunderbares Gefühl. Dann holt Gladbach ähm 'nur' ein Unentschieden gegen Freiburg, womit der Abstand auf Platz drei auch bis auf einen Punkt dahin schmilzt. Ein ganz, ganz wichtiger Spieltag mit Blick in die Zukunft. Danke Schalke, dass ich diese Nacht ruhig schlafen werde. Weit weg mit den Gedanken von der 'Mini-Krise'. Danke!

Freitag, 9. März 2012

Die Krise ist da!

Ich bin aufgesprungen, habe wild rumgeflucht, sodass vermutlich jeder Nachbar meiner Freundin jetzt weiß, dass ihr Freund ein Schalker ist. Und ein Choleriker. Ich war völlig außer mir. Das alles als ich den Schiri mit der roten Karte in der Hand in den Schalker Strafraum laufen sah. Ich habe direkt gesehen, dass es kein Elfer war, zumindest habe ich es vorgegeben. Als die Wiederholung meine Vermutung dann noch als richtig erschienen ließ war ich einfach nur noch sauer. Der Spieler in rot tritt sich selbst gegen sein Bein und fällt dann hin. Ok, vielleicht war da eine ganz, ganz leichte Berührung Matips vorausgegangen, aber dennoch, und jetzt kommt der eigentliche Aufreger, das alles spielte sich ganz klar vor dem Strafraum ab. Selbst wenn der Schiedsrichter zu Unrecht auf Foul entscheidet gibt es einen Frei- und keinen Strafstoß. Und vielleicht auch keine rote Karte.

Dass diese Fehlentscheidung letztendlich spielentscheidend war, hat Schalke sich dann auch etwas selbst zuzuschreiben. Die Offensivabteilung ist scheinbar nicht mit in die Niederlande gereist. Nach vorne ging wirklich rein gar nichts, null. Zwei, wenn überhaupt drei, Zufallschancen. Keine Zielstrebigkeit, kein System hinter den Angriffen und auch kein Spieler, der sich mal was zutraut und alleine geht. Wie gesagt, nichts. Irgendwas läuft da im Moment gehörig schief. Die Antwort darauf, was dort gerade so, recht zielstrebig, den Bach runter geht, habe ich leider auch nicht. Einzig und allein meine Freundin kann es nicht sein. Mir will das einfach nicht in den Kopf. Das alles auf den Ausfall vom Hünter zu schieben scheint mir doch irgendwie ein bisschen zu leicht, auch wenn ich mir da jetzt ein wenig selbst widerspreche. Ich würde sagen, wir sind soweit. Die Krise ist da! Na toll. 

Na gut, im Rückspiel ist natürlich noch alles drin. Schalke hat das große Glück das Rückspiel vor heimischer Kulisse auszutragen. Es ist noch nichts verloren. Um die nächste Runde zu erreichen muss man allerdings anders auftreten. So wird das nichts werden. 

Am Sonntag kommt Hamburg. Jones hat nach dem Freiburg Spiel 'große Worte' gefunden und Siege gegen Hamburg und Leverkusen gefordert. Also! Auf gehts! Ich möchte endlich wieder mit einem Lächeln montags in die Schule kommen und nicht so enden

Montag, 5. März 2012

Reaktion zeigen!

Schalke spielt schlecht und verliert verdient gegen den Tabellenletzten aus Freiburg. So könnte das Fazit lauten. Wieder kein Sieg, wieder ein schlechtes Spiel. Man könnte von einer Krise reden. Muss man aber nicht. Ich sehe die Situation nicht so kritisch wie manch anderer.

Drei Niederlagen aus den letzten fünf Ligaspielen, nur ein Sieg. Das klingt natürlich erstmal nicht gut. Schalke profitiert derzeit von der starken Hinrunde und den schwächelnden Verfolgern. Nur so ist es möglich, dass Schalke immer noch vier Punkte Vorsprung auf Rang fünf hat. Schalke hat also alles noch selber in der Hand. Die Ausgangssituation könnte schlechter sein. 

Es gibt aber ein Problem. Ein ganz großes Problem. Schalke gehen langsam die Spieler aus. Höwedes hat sich im Spiel gegen Freiburg am Oberschenkel verletzt und wird wohl für die nächste Zeit auch erstmal ausfallen, Metzelder ist verletzt, Fuchs fehlte auch gegen Freiburg, der Hünter ist ebenfalls kaputt dazu kommt noch die gelbrote Karte für Papa, der damit auch im nächsten Spiel fehlen wird und natürlich die Langzeitverletzten. Das macht mir Sorgen. Das macht mir ganz große Sorgen.

Schalke muss sich jetzt aus der 'Krise' wieder rauskämpfen und das mit Taten, nicht mit Worten. Große Töne spucken ist ja in den letzten Wochen schon grandios in die Hose gegangen. Also, die Devise lautet die  Schnauze halten und einfach machen. Die Zielstrebigkeit, die Konzentration und die Spielfreude muss ins Schalker Spiel zurückkehren, dann wird auch zwangsläufig der Erfolg zurückkehren. Unter der Woche folgt das wichtige Spiel gegen Enschede. Da muss eine stark verbesserte Schalker Mannschaft auftreten, sonst geht das auch in die Buchse. Twente präsentiert sich derzeit in starker Form. Das wird kein Selbstläufer, ganz bestimmt nicht. Jetzt heißt es eine Reaktion zu zeigen, aber bitte ohne Ankündigung. Bitte!

Dienstag, 28. Februar 2012

Fußball ist keine Mathematik


Gastblogger: Arne1904

Wieder einmal wurde ein direktes Duell gegen ein Topteam der Bundesliga verloren. Und wiedermal war Schalke sehr chancenlos. Man kann aus diesen Ergebnissen interpretieren, Schalke hätte da oben an der Tabellenspitze nichts zu suchen und sollte froh sein, wenn sie auf Tabellenrang 4 „best of the rest“ werden. Wie sehr haben diese ernüchternden Topsiele den Knappen tabellarisch geschadet? Sicher, alles Zahlenspielereien, aber wann, wenn nicht in so einer Länderspielwoche? ;-)

In den bisher absolvierten 5 insgesamt 6 Topspiele konnte Schalke nur eines gewinnen, das Heimspiel gegen Mönchengladbach. Das Siegtor von Raùl war zudem der einzige Treffer in all diesen Partien. Die Bayern und Fohlen haben ebenfalls 5 dieser Duelle bestritten. Die Bayern haben ihre beiden Spiele gegen Schalke gewonnen, alle anderen verloren. Nun könnte man nach der auf Schalke angewendeten Logik Bayern als automatischen Dritten bezeichnen, aber dies nur nebenbei...

Die Gladbacher hingegen haben sich sehr wacker geschlagen (3 Siege, 1 Unentschieden 1 Niederlage). Schalke, Gladbach und München müssen jeweils noch gegen den BVB spielen, der in 3 Topduellen bisher 7 Punkte sammeln konnte. Daraus ergibt sich folgende interne Tabelle:

Topduell-Tabelle:

1. BMG 5 8:3 10
2. BVB 3 4:1 7
3. Bayern 5 5:5 6
4. S04 5 1:9 3 

Jedoch, die Endabrechnung der Bundesliga erfolgt nicht ausschließlich durch die Spitzenspiele. Auch gegen graue Mäuse wie Wolfsburg oder Hoffenheim und Abstiegskandidaten wie Ausgburg oder Freiburg will gepunktet werden. Nicht zuletzt das Unentschieden der Bayern in Freiburg hat verdeutlicht, dass derlei Vorhaben nicht im Vorbeigehen zu erledigen sind. Wie sieht also die Bilanz der Top4-Teams gegen den "Rest" der Liga aus?:

TopgegenRest-Tabelle

1. BVB 20 46:14 45
2. Bayern 18 46:9 42
3. S04 18 49:21 41
4. BMG 18 29:11 37

Es zeigt sich, dass Mönchengladbach mehr Probleme mit dem Rest der Liga hat als die anderen Top4-Teams. Und Schalke ist in dieser Kategorie deutlich dichter an der der Ligaspitze. Die Tatsache, dass 10 der verbliebenen 11 Bundesligaspiele gegen Mannschaften aus dem "Ligarest" absolviert werden, gibt mir Hoffnung, den dritten Tabellenplatz von Mönchengladbach noch abzufangen.Und der dritte Tabellenplatz wäre mit der sicheren Qualifikation zu Champions League Gold wert, hier ist Fußball bekanntermaßen ja doch Mathematik.

Bleibt die Frage, wieso eine Mannschaft, die in der Auseinandersetzung mit dem "Rest" der Liga ähnlich stark ist, in den direkten Duellen mit der Tabellenspitze so kontinuierlich bisher versagt hat? Ist es ein taktisches oder ein psychologisches Problem? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber was ich weiß ist, dass es noch eine Chance in dieser Saison gibt, es besser zu machen: Im Heimspiel gegen den BVB.

Montag, 27. Februar 2012

Mit der Fifa-Taktik zum Sieg

Wenn man Fifa online spielt trifft man immer wieder auf Leute, die gute Mannschaften auswählen. Gute Mannschaften, wie Real, Barcelona oder Milan. Diese guten Mannschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie herausragende Einzelspieler in ihren Reihen haben. Spieler wie Ronaldo, Messi oder Pato. Es ist nicht selten, dass die Gegner ihr komplettes Spiel an diesen herausragenden Einzelspielern aufziehen. Es ist sogar recht üblich. Diese Einzelspieler gewinnen dann das Spiel, oder die Mannschaft verliert es. Da in jedem Angriff der Ball zu diesen Spielern gespielt wird, hängt alles von ihnen ab. Sieg oder Niederlage. Spieler XY entscheidet es.

Ihr wisst sicher schon, worauf ich hinaus möchte. Bayern hat zwei von diesen Spielern. Franck Ribéry und Arjen Robben. Gestern haben sie das Offensivspiel der Bayern an sich gerissen und es geleitet. Es war vielleicht nicht ganz so extrem, wie oben beschrieben, aber Dreiviertel der Angriffe liefen sicher über die beiden, wenn nicht mehr. Sie haben einen guten Tag erwischt, die Beiden, und so hat Bayern gewonnen. Ich möchte die Leistung der anderen Spieler des FC Bayern nicht schlecht reden, auf keinen Fall. Sie haben alle eine gute Leistung gezeigt. Eine bessere als die Schalker allemal. Zu sagen die Fifa-Taktik hätte gefruchtet wäre wohl zu einfach, ist mir aber während des Spiels so vorgekommen. Bei Fifa gewinnt man gegen diese guten Mannschaften übrigens, indem man diese herausragenden Einzelspieler einfach aus dem Spiel nimmt. Ihnen zwei Gegenspieler die Füße stellt. Nur mal so, Schalke.

Ich kann mit dieser Niederlage leben. Bayern war einfach besser und Schalke klar unterlegen. Ribéry Bayern hat zu alter Stärke zurück gefunden und Schalke hat dabei geholfen. Ich möchte nicht einmal sagen, dass Schalke wirklich schlecht gespielt hat. Die ersten 10-15 Minuten waren sogar richtig gut. Auch im Laufe des Spiels hatte Schalke immer wieder gute Momente. Letztendlich haben zwei Ribéry Tore aber für den Punktgewinn der Bayern gesorgt. Nicht Spieler XY hat das Spiel entschieden, sondern Franck Ribéry, der herausragende Einzelspieler des FC Bayern. Wahrscheinlich sehe ich das auch alles überspitzt, wahrscheinlich hat die komplette Mannschaft eine hervorragende Leistung gezeigt und Ribéry hat einfach nur von seinen Mitspielern profitiert. Wahrscheinlich hat die Mannschaft als Ganzes das Spiel für sich entschieden. Mir kam es halt anders vor.

Ein gutes hat die Niederlage wenigstens, die Unaussprechlichen können in der Tabelle nicht davon ziehen. Wenigstens etwas.

Freitag, 24. Februar 2012

"Die sind platt, jetzt macht sie endlich K.o."

Da sitzt du 88. Minuten lang in der Arena und guckst dir ein schlechtes Fußballspiel an, bist dann froh, wenn es endlich vorbei ist und Schalke ins Achtelfinale der Europa League einzieht. Und dann, dann kommt es, wie es kommen musste. Zack! Nicht aufgepasst hinten und drin ist das Ding. Na, toll. Schalke versuchte das Spiel zu kontrollieren und an sich zu reißen. Mit viel Ballbesitz und Überwasser im Mittelfeld wollte man das Einsnull sicher nach Hause schaukeln. Schnapsidee! Musste ja in die Hose gehen.

Weitere 30 Minuten. Ich hatte das schlimmste befürchtet. Ich sah schon das Elfmeterschießen auf mich zu kommen. Hatte überlegt direkt aus dem Stadion in die Schule zu fahren. Meine Laune war hin und auch meine Nerven standen wohl kurz vor dem Zusammenbruch. Der unzufriedenste Mensch der Welt, mein Sitznachbar, machte es alles nicht besser mit seiner scheiß Ich-bin-gegen-alles-und-jeden-Haltung. Ich bin beinahe wahnsinnig geworden. Zum Glück gab es ja dann doch noch ein gutes Ende und auch mein Sitznachbar war endlich für zwei Minuten still, sogar seine Mundwinkel gingen etwas hoch. Die Pilsener konnten dem Druck der Schalker in der Verlängerung einfach nicht statt halten. "Die sind platt, jetzt macht sie endlich K.o.", wie mein Nachbar es zu sagen pflegte. Recht hatte er. Der Hünter hat sich der Sache dann angenommen und den Deckel drauf gemacht. Gut so. In der nächsten Runde kommt Twente.

Am Sonntag geht es nach Bayern. Das wird schwer, ist aber wichtig. Mit einem Unentschieden wäre ich zufrieden. Mein Nachbar sagte gestern, so kacke wie Bayern gegen Basel gespielt habe, müssen wir sie am Sonntag eigentlich wegknallen. Ich bin gespannt. Jetzt werde ich erstmal schlafen. Schalke hat den Abend gestern länger als nötig gemacht.

Montag, 20. Februar 2012

Ein schöner Sonntag

Da habe ich mir mal wieder ein gutes Spiel ausgesucht um ins Stadion zu fahren. Nach dem 5-0 Kantersieg gegen Bremen, bekam ich jetzt also zu sehen, wie Schalke die Wolfsburger mit 4-0 zerlegte. Es war ein tolles Spiel. Doppelt schön dies im Stadion erleben zu dürfen.

Schalke zeigte sich im Gegensatz zu den letzten Partien mal wieder in guter Form und fährt prompt wieder einen Sieg ein. Die kleine Krise, in der man steckte, ist also erstmal abgewendet. Gut so. Es war kein "Ja, aber..." - Sieg, es hat einfach alles gepasst. Die Mannschaft als ganzes hat eine tolle Leistung gezeigt und den Wölfen keine Chance gelassen. Die Tatsache, dass Schalke die vielen Chancen zu weiteren Toren nicht nutzen konnte ist vielleicht im ersten Moment ärgerlich, mit Blick auf das Endergebnis aber völlig egal. Lediglich für den Kampf um die Torjägerkanone hätte der Hünter sich gestern noch Vorteile verschaffen können. Egal.
Der Señor machte gestern Tor Nummer 400 in seiner Karriere. Glückwunsch. Er machte neben dem Tor aber auch so ein grandioses Spiel. Er war wieder ganz der Alte. Er versprühte Spielfreude, war immer Anspielbereit und schaffte es die Mannschaftskollegen immer wieder in Szene zu setzen. Endlich machte er mal wieder ein gutes Spiel. Es hat im sichtlich gut getan.

Gestern lief im Offensivspiel viel über die Außen. Das lag zum einen an der desolaten Leistung der Wolfsburger Außenverteidiger zum großen Teil aber auch an der Variabilität der Schalker. Mal startete Farfan und wurde von Uchida in Szene gesetzt. Oft kam der Ball auch von Höger, der sein bislang bestes Spiel im Dress der Schalker machte, auf Fuchs. Manchmal startete auch Draxler. Wolfsburg kam damit gar nicht zurecht und so wurde es immer gefährlich, wenn Schalke über Außen kam. Oft wurde der Ball flach in die Mitte auf Huntelaar gespielt. So fiel auch das 2-0. Auch die Flanken waren stets gefährlich. Die Flügelzange war das Mittel zum Sieg.

Am Ende des Tages stehen also drei Punkte, eine gute Leistung und ein schöner Stadionbesuch. Ein Sonntag könnte schlechter laufen, denke ich. Am Donnerstag heißt es dann an die Leistung anzuknüpfen und in die nächste Runde der Europa League einzuziehen. Ich werde wieder vor Ort sein. Kann also nichts schief gehen. Der erste Schritt aus der Mini-Krise wurde schon mal gemacht. Jetzt heißt es weiter machen. Immer weiter.

Freitag, 17. Februar 2012

Ich will wieder 90 Minuten Fußball

Schalke spielt 1-1 gegen Viktoria Pilsen. Es war kein schönes Spiel. Alles andere als das. Es war ein unansehnliches Spiel, das Schalke wieder größtenteils verschlafen hat. Dank dem Auswärtstor ist aber noch alles gut gegangen und Schalke geht mit der komfortableren Position ins Rückspiel. Wenigstens etwas.

In der ersten Halbzeit hat Schalke gar nicht stattgefunden. Es war eine Kopie der Leistung gegen Gladbach. Die Tschechen konnten keinen hohen Profit aus der schlechten Leistung der Schalker schlagen und so mogelte sich Schalke mit lediglich einem Gegentor in die Halbzeit. Die Leistung in Halbzeit eins war unterirdisch, also wie immer. Der Trend, dass die Mannschaft in der ersten Spielhälfte nichts auf die Kette bekommt, gefällt mir gar nicht. Es kann nicht sein, dass man jedes Mal mit einem Rückstand in die Halbzeit gehen muss. Auf Dauer wird das sicher nicht zum Erfolg führen und muss dringend abgestellt werden.

Die zweite Halbzeit war etwas besser, aber auch nicht so stark, wie sonst (das Gladbach Spiel ausgenommen). Die Mannschaft fand in der Offensive nicht wirklich ein Mittel gegen die kompakt stehenden Tschechen und musste hinten ständig auf der Acht sein. Die Pilsener(?) konterten immer wieder gefährlich. Am Ende fiel das Tor dann doch und das 1-1 wurde konsequent zu Ende gespielt. Das Unentschieden geht soweit in Ordnung. Schalke spielte schon eine bessere zweite Halbzeit, sollte sich aber im Rückspiel immens steigern. Die Tschechen haben gestern bewiesen, dass sie -weiß Gott- kein Freilos sind. Das Rückspiel wird kein leichtes und sollte mit voller Konzentration angegangen werden. Das Weiterkommen ist nicht selbstverständlich. Die Mannschaft sollte endlich mal wieder begreifen, dass ein Spiel 90 Minuten dauert und nicht nur 45 oder noch weniger. Ich möchte keine 90 Minuten Powerfußball, ich möchte lediglich die Präsenz und Konzentration sehen und die daraus resultierende Kontrolle. Die Kontrolle, das ist genau das, was ich im Moment so sehr vermisse. Und das am besten über 90 Minuten. Endlich wieder 90 Minuten Fußball, das will ich.

Jetzt heißt es das Spiel abzuhaken und sich wieder auf die Bundesliga konzentrieren. Am Sonntag kommt Wolfsburg. Ein Dreier sollte mal wieder drin sein. Wenn die Mannschaft es endlich mal schafft auch in der ersten Halbzeit eine vernünftige Leistung zu zeigen, sollte das auch machbar sein. An der Motivation sollte es diesmal nicht scheitern. Zeigt es dem Herrn Magath Wolfsburg!

Montag, 13. Februar 2012

Mit falscher Aufstellung ohne Chance

Schalke verliert also das dreifach wichtige Spiel gegen Gladbach sang- und klanglos mit 0-3 und muss somit von Platz 3 der Tabelle weichen. Zwei Punkte hinter Gladbach, dem neuen Tabellendritten, und fünf Punkte hinter den Unaussprechlichen auf dem ersten Tabellenrang - da steht man nun.

Die Niederlage gegen die Gladbacher ging völlig in Ordnung - auch in der Höhe. Schalke war 90 Minuten lang nicht anwesend auf dem Rasen. Es hat an allem gefehlt. Kampfgeist, Wille, Einsatz und Taktik. 

Huub Stevens hat die Mannschaft - die sich in der Hinrunde gefunden hat und eingespielt schien - wieder umgebaut. Ich habe Stevens für seine Entscheidungen immer bewundert. Sie haben immer gefruchtet, wie man so schön sagt. In der Hinrunde hat sich mit Höwedes auf rechts, Matip und Papa in der Mitte und Fuchs auf links eine funktionierende, sicher stehende Abwehrkette herauskristallisiert. Anfang der Rückrunde verletzte sich Höwedes und es musste die rechte Seite neu besetzt werden. Das übernahmen Uchida und Höger. Jetzt, wo Höwedes wieder fit ist, könnte man zur alten Formation zurückkehren. Diese Abwehrkette hat sich bewehrt vor der Winterpause und es war klar, dass gegen Gladbach eine sicher stehende Abwehr das Fundament eines eventuellen Punktgewinn wäre. Es würde sich also anbieten Höwedes wieder auf rechts zu setzen. Er hat auf der Position gute Leistungen gezeigt und hätte auch wohl lediglich auf dieser Position die Chance für die Nationalmannschaft bei der EM zu spielen. Stevens hat dies scheinbar anders gesehen und stellte Höwedes in die Mitte. Die Position des rechten Verteidigers übernahm Höger, über den Stevens sagte, er sei kein Rechtsverteidiger und würde auf dieser Position nicht mehr spielen. Somit rückte Matip aus der Viererkette nach vorne auf die 6-er Position. Es war die falsche Entscheidung. Schalke hätte genauso gut ohne Abwehr auftreten können. Abwehrtechnisch gesehen war es eins der schlechtesten, wenn nicht das schlechteste, Spiel in dieser Saison. Eine reine Katastrophe. In vielen Situationen wurde reagiert, wie man es sonst nur von der Abwehr der E-Jugend vom Dorfklub kennt. Alle Mann auf den Ball oder keine Absprache, immer einen Schritt zu spät, keine Zuordnung. Es passte einfach nichts. Ob das alles an der 'falschen' Aufstellung liegt, weiß ich nicht. Jedenfalls verstehe ich nicht, wieso Stevens die Abwehr umgestellt hat. 

Weiter noch habe ich an der Aufstellung etwas zu meckern. Schon gegen Mainz schon wurde klar, dass es nicht zur Stabilität beiträgt den zweiten defensiven Mittelfeldmann zu streichen und dafür einen zweiten Offensiven auszustellen. Gegen eine so spiel- und konterstarke Mannschaft wie Gladbach wäre es wohl wichtig die Defensive zu stärken. Im konkreten Fall, statt dem offensiven Jurado, der wahrlich kein Defensivkünstler ist, hätte man lieber einen defensivstärkeren Spieler gebracht. Auf der Bank saß zum Beispiel ein Christoph Moritz. Mit Obasi, Farfan, Raúl und dem Hünter hatte man bereits vier Offensive im Team. Ein weiterer Stabilisator für die Abwehr wäre vielleicht nicht falsch gewesen. Ich bin aber nur ein schlau daher redender Blogger, der von Taktik nicht viel versteht. Vielleicht rede ich hier Blödsinn, vielleicht aber auch nicht. Ich glaube, Stevens hat einfach falsch gepokert. Die Aufstellung war auf den Gegner nicht richtig abgestimmt. Das sage ich. 

Ob letztendlich nur die Aufstellung der Knackpunkt war, weiß ich nicht. Vielleicht hatte die Mannschaft auch einfach einen gebrauchten Tag oder Gladbach war einfach zu stark. Ich mache Stevens jedenfalls nicht für die Niederlage verantwortlich. Nein, das tue ich nicht. Das wäre auch falsch. Auch mit dieser nicht ganz perfekten Aufstellung hätte man Gladbach immer noch schlagen können, wenn die Mannschaft sich in guter Form präsentiert hätte. Es hat an vielem gefehlt. Gladbach hatte einen guten und Schalke einen schlechten Tag. So ist das manchmal im Fußball. Damit muss man zurecht kommen, damit muss man leben können. Auch wenn es mir sehr schwer fällt, die Mannschaft so unterlegen und chancenlos zu sehen.

Jetzt heißt es Mund abputzen, weitermachen und am Wochenende wird Wolfsburg geputzt. So als Wiedergutmachung. Ihr wisst schon. 

Freitag, 10. Februar 2012

Dreifach wichtig

Ich muss mich entschuldigen. In letzter Zeit gab es nur wenig und unregelmäßig was zu lesen hier. Das liegt keinesfalls daran, dass ich die Lust am Bloggen verloren habe, nein. In letzter Zeit ist immer etwas dazwischen gekommen. Ab sofort wird es hier wieder regelmäßiger was zu lesen geben.

So auch dieses Wochenende. Samstag das Spiel gegen Mainz, Sonntag war dann der so heiß ersehnte Superbowl und pünktlich Montag morgen meldete sich dann der Magen. Von da an lag ich mit Magen-Darm-Grippe flach. Ganz unschön. 

Zu Mainz brauche ich nicht mehr viel zu sagen. Es war halt so, wie es irgendwie immer ist. Erste Halbzeit voll verhauen, in der Halbzeit dann Gegnerstudium auf den letzten Drücker und in der zweiten Halbzeit vieles besser gemacht. Diesmal hat es nicht zum Sieg gereicht und so muss man entscheiden, ob es aufgrund der ersten Halbzeit der eine gewonnene Punkt ist, oder zwei verlorene Punkte, weil man nach dem 1-1 nicht nachgelegt hat. Ich bin der Meinung, dass es schon ärgerlich ist, dass man am Ende nicht die drei Punkte mitgenommen hat, die Chancen dazu hatte man. Insgesamt hat Schalke aber zu wenig gemacht und so muss man sich wohl damit zufrieden geben. So schlimm ist das alles auch nicht, schließlich hat die Konkurrenz auch Punkte gelassen. Alles halb so wild. Mehr dazu hier, hier und hier

Am Dienstagabend kam dann die Sendung 37 Grad im ZDF mit einem absolut anschaulichen Bericht über Rudi Assauer und sein Leben mit seiner Krankheit, der Demenz. Ich möchte auch dazu nicht allzu viele Worte verlieren, ich kann es auch nicht. Ich war sprachlos als ich die Reportage sah. Ich fand es schockierend, traurig und einfach schlimm, wie diese Krankheit sich Rudi Assauer bemerkbar macht. Wenn ihr die Sendung verpasst habt, schaut sie euch an. Hier, in der ZDF-Mediathek ist der Beitrag vorhanden. 

Am Samstag geht es gegen Gladbach. Für Schalke geht es um Punkte im Kampf um die direkten Champions League - Plätze also gegen einen direkten Tabellennachbarn. Doppelt wichtig. Dann hat Schalke natürlich noch was gut zu machen und bekommt die Chance auf Revanche für das Pokalaus im Dezember. Dreifach wichtig.

Freitag, 3. Februar 2012

Der Spaß geht weiter

Am Wochenende wird der Samstag wieder zum Spieltag. Mainz ist zu Gast. Was letztes Jahr noch die reinste Qual war, ist dieses Jahr die absolute Belohnung - Die Bundesliga. Letztes Jahr lag der Schwerpunkt auf den Pokalwettbewerben und in der Bundesliga lag der Fokus lediglich darauf, die 40 Punkte zu sammeln und damit den Abstieg abzuwenden. Dieses Jahr sieht das ganz anders aus. Schalke spielt ganz oben mit und man freut sich auf jedes Spiel. Letztes Jahr schaffte es Schalke lange Zeit nicht nach einem Rückstand noch zu punkten, dieses Jahr beweist die Mannschaft regelmäßig Charakter und Wille und dreht die Spiele in einer Weise, die einem manchmal schon Angst macht. Beachtlich.

Am Samstag kommt also Mainz. Im Hinspiel spielte sich das oben beschriebene ab. Schalke geht mit 0-2 in die Kabine. In der zweiten Halbzeit dreht Schalke das Spiel und beendet es mit 4-2 und holt sich die drei Punkte. Phänomenal. In der letzten Saison wohl undenkbar. In dieser ein Spektakel, dass uns schon öfter geboten wurde. Gut so!

Personaltechnisch gibt es positiv zu vermelden, dass sowohl Raùl als auch Höwedes wieder im Kader stehen. Es gibt aber auch wieder schlechte Nachrichten. Linksverteidiger Fuchs verpasste wegen einer Magen-Darm-Grippe das Donnerstagstraining und wird am Samstag wohl nicht spielen können. Ausgerechnet Fuchs, der bis zur letzten Saison sein Geld noch im Dress der Mainzer verdiente. Wer ihn auf der Position vertreten kann? Ich bin nicht sicher. Ist Escudero fit? Oder doch Hans Sarpei? Vielleicht sogar was ganz verrücktes mit Hoogland? Ich weiß es nicht. Der Trainer wird es sicher wissen.

Ich bin bereit. Der Spaß kann weiter gehen. Holt den Dreier!