Dienstag, 28. Februar 2012

Fußball ist keine Mathematik


Gastblogger: Arne1904

Wieder einmal wurde ein direktes Duell gegen ein Topteam der Bundesliga verloren. Und wiedermal war Schalke sehr chancenlos. Man kann aus diesen Ergebnissen interpretieren, Schalke hätte da oben an der Tabellenspitze nichts zu suchen und sollte froh sein, wenn sie auf Tabellenrang 4 „best of the rest“ werden. Wie sehr haben diese ernüchternden Topsiele den Knappen tabellarisch geschadet? Sicher, alles Zahlenspielereien, aber wann, wenn nicht in so einer Länderspielwoche? ;-)

In den bisher absolvierten 5 insgesamt 6 Topspiele konnte Schalke nur eines gewinnen, das Heimspiel gegen Mönchengladbach. Das Siegtor von Raùl war zudem der einzige Treffer in all diesen Partien. Die Bayern und Fohlen haben ebenfalls 5 dieser Duelle bestritten. Die Bayern haben ihre beiden Spiele gegen Schalke gewonnen, alle anderen verloren. Nun könnte man nach der auf Schalke angewendeten Logik Bayern als automatischen Dritten bezeichnen, aber dies nur nebenbei...

Die Gladbacher hingegen haben sich sehr wacker geschlagen (3 Siege, 1 Unentschieden 1 Niederlage). Schalke, Gladbach und München müssen jeweils noch gegen den BVB spielen, der in 3 Topduellen bisher 7 Punkte sammeln konnte. Daraus ergibt sich folgende interne Tabelle:

Topduell-Tabelle:

1. BMG 5 8:3 10
2. BVB 3 4:1 7
3. Bayern 5 5:5 6
4. S04 5 1:9 3 

Jedoch, die Endabrechnung der Bundesliga erfolgt nicht ausschließlich durch die Spitzenspiele. Auch gegen graue Mäuse wie Wolfsburg oder Hoffenheim und Abstiegskandidaten wie Ausgburg oder Freiburg will gepunktet werden. Nicht zuletzt das Unentschieden der Bayern in Freiburg hat verdeutlicht, dass derlei Vorhaben nicht im Vorbeigehen zu erledigen sind. Wie sieht also die Bilanz der Top4-Teams gegen den "Rest" der Liga aus?:

TopgegenRest-Tabelle

1. BVB 20 46:14 45
2. Bayern 18 46:9 42
3. S04 18 49:21 41
4. BMG 18 29:11 37

Es zeigt sich, dass Mönchengladbach mehr Probleme mit dem Rest der Liga hat als die anderen Top4-Teams. Und Schalke ist in dieser Kategorie deutlich dichter an der der Ligaspitze. Die Tatsache, dass 10 der verbliebenen 11 Bundesligaspiele gegen Mannschaften aus dem "Ligarest" absolviert werden, gibt mir Hoffnung, den dritten Tabellenplatz von Mönchengladbach noch abzufangen.Und der dritte Tabellenplatz wäre mit der sicheren Qualifikation zu Champions League Gold wert, hier ist Fußball bekanntermaßen ja doch Mathematik.

Bleibt die Frage, wieso eine Mannschaft, die in der Auseinandersetzung mit dem "Rest" der Liga ähnlich stark ist, in den direkten Duellen mit der Tabellenspitze so kontinuierlich bisher versagt hat? Ist es ein taktisches oder ein psychologisches Problem? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber was ich weiß ist, dass es noch eine Chance in dieser Saison gibt, es besser zu machen: Im Heimspiel gegen den BVB.

Montag, 27. Februar 2012

Mit der Fifa-Taktik zum Sieg

Wenn man Fifa online spielt trifft man immer wieder auf Leute, die gute Mannschaften auswählen. Gute Mannschaften, wie Real, Barcelona oder Milan. Diese guten Mannschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie herausragende Einzelspieler in ihren Reihen haben. Spieler wie Ronaldo, Messi oder Pato. Es ist nicht selten, dass die Gegner ihr komplettes Spiel an diesen herausragenden Einzelspielern aufziehen. Es ist sogar recht üblich. Diese Einzelspieler gewinnen dann das Spiel, oder die Mannschaft verliert es. Da in jedem Angriff der Ball zu diesen Spielern gespielt wird, hängt alles von ihnen ab. Sieg oder Niederlage. Spieler XY entscheidet es.

Ihr wisst sicher schon, worauf ich hinaus möchte. Bayern hat zwei von diesen Spielern. Franck Ribéry und Arjen Robben. Gestern haben sie das Offensivspiel der Bayern an sich gerissen und es geleitet. Es war vielleicht nicht ganz so extrem, wie oben beschrieben, aber Dreiviertel der Angriffe liefen sicher über die beiden, wenn nicht mehr. Sie haben einen guten Tag erwischt, die Beiden, und so hat Bayern gewonnen. Ich möchte die Leistung der anderen Spieler des FC Bayern nicht schlecht reden, auf keinen Fall. Sie haben alle eine gute Leistung gezeigt. Eine bessere als die Schalker allemal. Zu sagen die Fifa-Taktik hätte gefruchtet wäre wohl zu einfach, ist mir aber während des Spiels so vorgekommen. Bei Fifa gewinnt man gegen diese guten Mannschaften übrigens, indem man diese herausragenden Einzelspieler einfach aus dem Spiel nimmt. Ihnen zwei Gegenspieler die Füße stellt. Nur mal so, Schalke.

Ich kann mit dieser Niederlage leben. Bayern war einfach besser und Schalke klar unterlegen. Ribéry Bayern hat zu alter Stärke zurück gefunden und Schalke hat dabei geholfen. Ich möchte nicht einmal sagen, dass Schalke wirklich schlecht gespielt hat. Die ersten 10-15 Minuten waren sogar richtig gut. Auch im Laufe des Spiels hatte Schalke immer wieder gute Momente. Letztendlich haben zwei Ribéry Tore aber für den Punktgewinn der Bayern gesorgt. Nicht Spieler XY hat das Spiel entschieden, sondern Franck Ribéry, der herausragende Einzelspieler des FC Bayern. Wahrscheinlich sehe ich das auch alles überspitzt, wahrscheinlich hat die komplette Mannschaft eine hervorragende Leistung gezeigt und Ribéry hat einfach nur von seinen Mitspielern profitiert. Wahrscheinlich hat die Mannschaft als Ganzes das Spiel für sich entschieden. Mir kam es halt anders vor.

Ein gutes hat die Niederlage wenigstens, die Unaussprechlichen können in der Tabelle nicht davon ziehen. Wenigstens etwas.

Freitag, 24. Februar 2012

"Die sind platt, jetzt macht sie endlich K.o."

Da sitzt du 88. Minuten lang in der Arena und guckst dir ein schlechtes Fußballspiel an, bist dann froh, wenn es endlich vorbei ist und Schalke ins Achtelfinale der Europa League einzieht. Und dann, dann kommt es, wie es kommen musste. Zack! Nicht aufgepasst hinten und drin ist das Ding. Na, toll. Schalke versuchte das Spiel zu kontrollieren und an sich zu reißen. Mit viel Ballbesitz und Überwasser im Mittelfeld wollte man das Einsnull sicher nach Hause schaukeln. Schnapsidee! Musste ja in die Hose gehen.

Weitere 30 Minuten. Ich hatte das schlimmste befürchtet. Ich sah schon das Elfmeterschießen auf mich zu kommen. Hatte überlegt direkt aus dem Stadion in die Schule zu fahren. Meine Laune war hin und auch meine Nerven standen wohl kurz vor dem Zusammenbruch. Der unzufriedenste Mensch der Welt, mein Sitznachbar, machte es alles nicht besser mit seiner scheiß Ich-bin-gegen-alles-und-jeden-Haltung. Ich bin beinahe wahnsinnig geworden. Zum Glück gab es ja dann doch noch ein gutes Ende und auch mein Sitznachbar war endlich für zwei Minuten still, sogar seine Mundwinkel gingen etwas hoch. Die Pilsener konnten dem Druck der Schalker in der Verlängerung einfach nicht statt halten. "Die sind platt, jetzt macht sie endlich K.o.", wie mein Nachbar es zu sagen pflegte. Recht hatte er. Der Hünter hat sich der Sache dann angenommen und den Deckel drauf gemacht. Gut so. In der nächsten Runde kommt Twente.

Am Sonntag geht es nach Bayern. Das wird schwer, ist aber wichtig. Mit einem Unentschieden wäre ich zufrieden. Mein Nachbar sagte gestern, so kacke wie Bayern gegen Basel gespielt habe, müssen wir sie am Sonntag eigentlich wegknallen. Ich bin gespannt. Jetzt werde ich erstmal schlafen. Schalke hat den Abend gestern länger als nötig gemacht.

Montag, 20. Februar 2012

Ein schöner Sonntag

Da habe ich mir mal wieder ein gutes Spiel ausgesucht um ins Stadion zu fahren. Nach dem 5-0 Kantersieg gegen Bremen, bekam ich jetzt also zu sehen, wie Schalke die Wolfsburger mit 4-0 zerlegte. Es war ein tolles Spiel. Doppelt schön dies im Stadion erleben zu dürfen.

Schalke zeigte sich im Gegensatz zu den letzten Partien mal wieder in guter Form und fährt prompt wieder einen Sieg ein. Die kleine Krise, in der man steckte, ist also erstmal abgewendet. Gut so. Es war kein "Ja, aber..." - Sieg, es hat einfach alles gepasst. Die Mannschaft als ganzes hat eine tolle Leistung gezeigt und den Wölfen keine Chance gelassen. Die Tatsache, dass Schalke die vielen Chancen zu weiteren Toren nicht nutzen konnte ist vielleicht im ersten Moment ärgerlich, mit Blick auf das Endergebnis aber völlig egal. Lediglich für den Kampf um die Torjägerkanone hätte der Hünter sich gestern noch Vorteile verschaffen können. Egal.
Der Señor machte gestern Tor Nummer 400 in seiner Karriere. Glückwunsch. Er machte neben dem Tor aber auch so ein grandioses Spiel. Er war wieder ganz der Alte. Er versprühte Spielfreude, war immer Anspielbereit und schaffte es die Mannschaftskollegen immer wieder in Szene zu setzen. Endlich machte er mal wieder ein gutes Spiel. Es hat im sichtlich gut getan.

Gestern lief im Offensivspiel viel über die Außen. Das lag zum einen an der desolaten Leistung der Wolfsburger Außenverteidiger zum großen Teil aber auch an der Variabilität der Schalker. Mal startete Farfan und wurde von Uchida in Szene gesetzt. Oft kam der Ball auch von Höger, der sein bislang bestes Spiel im Dress der Schalker machte, auf Fuchs. Manchmal startete auch Draxler. Wolfsburg kam damit gar nicht zurecht und so wurde es immer gefährlich, wenn Schalke über Außen kam. Oft wurde der Ball flach in die Mitte auf Huntelaar gespielt. So fiel auch das 2-0. Auch die Flanken waren stets gefährlich. Die Flügelzange war das Mittel zum Sieg.

Am Ende des Tages stehen also drei Punkte, eine gute Leistung und ein schöner Stadionbesuch. Ein Sonntag könnte schlechter laufen, denke ich. Am Donnerstag heißt es dann an die Leistung anzuknüpfen und in die nächste Runde der Europa League einzuziehen. Ich werde wieder vor Ort sein. Kann also nichts schief gehen. Der erste Schritt aus der Mini-Krise wurde schon mal gemacht. Jetzt heißt es weiter machen. Immer weiter.

Freitag, 17. Februar 2012

Ich will wieder 90 Minuten Fußball

Schalke spielt 1-1 gegen Viktoria Pilsen. Es war kein schönes Spiel. Alles andere als das. Es war ein unansehnliches Spiel, das Schalke wieder größtenteils verschlafen hat. Dank dem Auswärtstor ist aber noch alles gut gegangen und Schalke geht mit der komfortableren Position ins Rückspiel. Wenigstens etwas.

In der ersten Halbzeit hat Schalke gar nicht stattgefunden. Es war eine Kopie der Leistung gegen Gladbach. Die Tschechen konnten keinen hohen Profit aus der schlechten Leistung der Schalker schlagen und so mogelte sich Schalke mit lediglich einem Gegentor in die Halbzeit. Die Leistung in Halbzeit eins war unterirdisch, also wie immer. Der Trend, dass die Mannschaft in der ersten Spielhälfte nichts auf die Kette bekommt, gefällt mir gar nicht. Es kann nicht sein, dass man jedes Mal mit einem Rückstand in die Halbzeit gehen muss. Auf Dauer wird das sicher nicht zum Erfolg führen und muss dringend abgestellt werden.

Die zweite Halbzeit war etwas besser, aber auch nicht so stark, wie sonst (das Gladbach Spiel ausgenommen). Die Mannschaft fand in der Offensive nicht wirklich ein Mittel gegen die kompakt stehenden Tschechen und musste hinten ständig auf der Acht sein. Die Pilsener(?) konterten immer wieder gefährlich. Am Ende fiel das Tor dann doch und das 1-1 wurde konsequent zu Ende gespielt. Das Unentschieden geht soweit in Ordnung. Schalke spielte schon eine bessere zweite Halbzeit, sollte sich aber im Rückspiel immens steigern. Die Tschechen haben gestern bewiesen, dass sie -weiß Gott- kein Freilos sind. Das Rückspiel wird kein leichtes und sollte mit voller Konzentration angegangen werden. Das Weiterkommen ist nicht selbstverständlich. Die Mannschaft sollte endlich mal wieder begreifen, dass ein Spiel 90 Minuten dauert und nicht nur 45 oder noch weniger. Ich möchte keine 90 Minuten Powerfußball, ich möchte lediglich die Präsenz und Konzentration sehen und die daraus resultierende Kontrolle. Die Kontrolle, das ist genau das, was ich im Moment so sehr vermisse. Und das am besten über 90 Minuten. Endlich wieder 90 Minuten Fußball, das will ich.

Jetzt heißt es das Spiel abzuhaken und sich wieder auf die Bundesliga konzentrieren. Am Sonntag kommt Wolfsburg. Ein Dreier sollte mal wieder drin sein. Wenn die Mannschaft es endlich mal schafft auch in der ersten Halbzeit eine vernünftige Leistung zu zeigen, sollte das auch machbar sein. An der Motivation sollte es diesmal nicht scheitern. Zeigt es dem Herrn Magath Wolfsburg!

Montag, 13. Februar 2012

Mit falscher Aufstellung ohne Chance

Schalke verliert also das dreifach wichtige Spiel gegen Gladbach sang- und klanglos mit 0-3 und muss somit von Platz 3 der Tabelle weichen. Zwei Punkte hinter Gladbach, dem neuen Tabellendritten, und fünf Punkte hinter den Unaussprechlichen auf dem ersten Tabellenrang - da steht man nun.

Die Niederlage gegen die Gladbacher ging völlig in Ordnung - auch in der Höhe. Schalke war 90 Minuten lang nicht anwesend auf dem Rasen. Es hat an allem gefehlt. Kampfgeist, Wille, Einsatz und Taktik. 

Huub Stevens hat die Mannschaft - die sich in der Hinrunde gefunden hat und eingespielt schien - wieder umgebaut. Ich habe Stevens für seine Entscheidungen immer bewundert. Sie haben immer gefruchtet, wie man so schön sagt. In der Hinrunde hat sich mit Höwedes auf rechts, Matip und Papa in der Mitte und Fuchs auf links eine funktionierende, sicher stehende Abwehrkette herauskristallisiert. Anfang der Rückrunde verletzte sich Höwedes und es musste die rechte Seite neu besetzt werden. Das übernahmen Uchida und Höger. Jetzt, wo Höwedes wieder fit ist, könnte man zur alten Formation zurückkehren. Diese Abwehrkette hat sich bewehrt vor der Winterpause und es war klar, dass gegen Gladbach eine sicher stehende Abwehr das Fundament eines eventuellen Punktgewinn wäre. Es würde sich also anbieten Höwedes wieder auf rechts zu setzen. Er hat auf der Position gute Leistungen gezeigt und hätte auch wohl lediglich auf dieser Position die Chance für die Nationalmannschaft bei der EM zu spielen. Stevens hat dies scheinbar anders gesehen und stellte Höwedes in die Mitte. Die Position des rechten Verteidigers übernahm Höger, über den Stevens sagte, er sei kein Rechtsverteidiger und würde auf dieser Position nicht mehr spielen. Somit rückte Matip aus der Viererkette nach vorne auf die 6-er Position. Es war die falsche Entscheidung. Schalke hätte genauso gut ohne Abwehr auftreten können. Abwehrtechnisch gesehen war es eins der schlechtesten, wenn nicht das schlechteste, Spiel in dieser Saison. Eine reine Katastrophe. In vielen Situationen wurde reagiert, wie man es sonst nur von der Abwehr der E-Jugend vom Dorfklub kennt. Alle Mann auf den Ball oder keine Absprache, immer einen Schritt zu spät, keine Zuordnung. Es passte einfach nichts. Ob das alles an der 'falschen' Aufstellung liegt, weiß ich nicht. Jedenfalls verstehe ich nicht, wieso Stevens die Abwehr umgestellt hat. 

Weiter noch habe ich an der Aufstellung etwas zu meckern. Schon gegen Mainz schon wurde klar, dass es nicht zur Stabilität beiträgt den zweiten defensiven Mittelfeldmann zu streichen und dafür einen zweiten Offensiven auszustellen. Gegen eine so spiel- und konterstarke Mannschaft wie Gladbach wäre es wohl wichtig die Defensive zu stärken. Im konkreten Fall, statt dem offensiven Jurado, der wahrlich kein Defensivkünstler ist, hätte man lieber einen defensivstärkeren Spieler gebracht. Auf der Bank saß zum Beispiel ein Christoph Moritz. Mit Obasi, Farfan, Raúl und dem Hünter hatte man bereits vier Offensive im Team. Ein weiterer Stabilisator für die Abwehr wäre vielleicht nicht falsch gewesen. Ich bin aber nur ein schlau daher redender Blogger, der von Taktik nicht viel versteht. Vielleicht rede ich hier Blödsinn, vielleicht aber auch nicht. Ich glaube, Stevens hat einfach falsch gepokert. Die Aufstellung war auf den Gegner nicht richtig abgestimmt. Das sage ich. 

Ob letztendlich nur die Aufstellung der Knackpunkt war, weiß ich nicht. Vielleicht hatte die Mannschaft auch einfach einen gebrauchten Tag oder Gladbach war einfach zu stark. Ich mache Stevens jedenfalls nicht für die Niederlage verantwortlich. Nein, das tue ich nicht. Das wäre auch falsch. Auch mit dieser nicht ganz perfekten Aufstellung hätte man Gladbach immer noch schlagen können, wenn die Mannschaft sich in guter Form präsentiert hätte. Es hat an vielem gefehlt. Gladbach hatte einen guten und Schalke einen schlechten Tag. So ist das manchmal im Fußball. Damit muss man zurecht kommen, damit muss man leben können. Auch wenn es mir sehr schwer fällt, die Mannschaft so unterlegen und chancenlos zu sehen.

Jetzt heißt es Mund abputzen, weitermachen und am Wochenende wird Wolfsburg geputzt. So als Wiedergutmachung. Ihr wisst schon. 

Freitag, 10. Februar 2012

Dreifach wichtig

Ich muss mich entschuldigen. In letzter Zeit gab es nur wenig und unregelmäßig was zu lesen hier. Das liegt keinesfalls daran, dass ich die Lust am Bloggen verloren habe, nein. In letzter Zeit ist immer etwas dazwischen gekommen. Ab sofort wird es hier wieder regelmäßiger was zu lesen geben.

So auch dieses Wochenende. Samstag das Spiel gegen Mainz, Sonntag war dann der so heiß ersehnte Superbowl und pünktlich Montag morgen meldete sich dann der Magen. Von da an lag ich mit Magen-Darm-Grippe flach. Ganz unschön. 

Zu Mainz brauche ich nicht mehr viel zu sagen. Es war halt so, wie es irgendwie immer ist. Erste Halbzeit voll verhauen, in der Halbzeit dann Gegnerstudium auf den letzten Drücker und in der zweiten Halbzeit vieles besser gemacht. Diesmal hat es nicht zum Sieg gereicht und so muss man entscheiden, ob es aufgrund der ersten Halbzeit der eine gewonnene Punkt ist, oder zwei verlorene Punkte, weil man nach dem 1-1 nicht nachgelegt hat. Ich bin der Meinung, dass es schon ärgerlich ist, dass man am Ende nicht die drei Punkte mitgenommen hat, die Chancen dazu hatte man. Insgesamt hat Schalke aber zu wenig gemacht und so muss man sich wohl damit zufrieden geben. So schlimm ist das alles auch nicht, schließlich hat die Konkurrenz auch Punkte gelassen. Alles halb so wild. Mehr dazu hier, hier und hier

Am Dienstagabend kam dann die Sendung 37 Grad im ZDF mit einem absolut anschaulichen Bericht über Rudi Assauer und sein Leben mit seiner Krankheit, der Demenz. Ich möchte auch dazu nicht allzu viele Worte verlieren, ich kann es auch nicht. Ich war sprachlos als ich die Reportage sah. Ich fand es schockierend, traurig und einfach schlimm, wie diese Krankheit sich Rudi Assauer bemerkbar macht. Wenn ihr die Sendung verpasst habt, schaut sie euch an. Hier, in der ZDF-Mediathek ist der Beitrag vorhanden. 

Am Samstag geht es gegen Gladbach. Für Schalke geht es um Punkte im Kampf um die direkten Champions League - Plätze also gegen einen direkten Tabellennachbarn. Doppelt wichtig. Dann hat Schalke natürlich noch was gut zu machen und bekommt die Chance auf Revanche für das Pokalaus im Dezember. Dreifach wichtig.

Freitag, 3. Februar 2012

Der Spaß geht weiter

Am Wochenende wird der Samstag wieder zum Spieltag. Mainz ist zu Gast. Was letztes Jahr noch die reinste Qual war, ist dieses Jahr die absolute Belohnung - Die Bundesliga. Letztes Jahr lag der Schwerpunkt auf den Pokalwettbewerben und in der Bundesliga lag der Fokus lediglich darauf, die 40 Punkte zu sammeln und damit den Abstieg abzuwenden. Dieses Jahr sieht das ganz anders aus. Schalke spielt ganz oben mit und man freut sich auf jedes Spiel. Letztes Jahr schaffte es Schalke lange Zeit nicht nach einem Rückstand noch zu punkten, dieses Jahr beweist die Mannschaft regelmäßig Charakter und Wille und dreht die Spiele in einer Weise, die einem manchmal schon Angst macht. Beachtlich.

Am Samstag kommt also Mainz. Im Hinspiel spielte sich das oben beschriebene ab. Schalke geht mit 0-2 in die Kabine. In der zweiten Halbzeit dreht Schalke das Spiel und beendet es mit 4-2 und holt sich die drei Punkte. Phänomenal. In der letzten Saison wohl undenkbar. In dieser ein Spektakel, dass uns schon öfter geboten wurde. Gut so!

Personaltechnisch gibt es positiv zu vermelden, dass sowohl Raùl als auch Höwedes wieder im Kader stehen. Es gibt aber auch wieder schlechte Nachrichten. Linksverteidiger Fuchs verpasste wegen einer Magen-Darm-Grippe das Donnerstagstraining und wird am Samstag wohl nicht spielen können. Ausgerechnet Fuchs, der bis zur letzten Saison sein Geld noch im Dress der Mainzer verdiente. Wer ihn auf der Position vertreten kann? Ich bin nicht sicher. Ist Escudero fit? Oder doch Hans Sarpei? Vielleicht sogar was ganz verrücktes mit Hoogland? Ich weiß es nicht. Der Trainer wird es sicher wissen.

Ich bin bereit. Der Spaß kann weiter gehen. Holt den Dreier!